Quartalszahlen im Fokus
Dax-Ausblick: Angst geht weiter um

Anleger am deutschen Aktienmarkt müssen sich auch in der neuen Woche auf eine Achterbahnfahrt einstellen. Eine Reihe internationaler Großkonzerne wird über die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal informieren und einen Ausblick auf die nächsten Monate geben. Die Börse dürfte nach Einschätzung von Experten höchst sensibel darauf reagieren.

HB FRANKFURT. Angesichts der zahlreichen Gefahren halten es einige Beobachter für erstaunlich, dass der Dax ab und an wieder zulegt. Im Wochenverlauf hat der Index indes rund zwei Prozent an Wert verloren und pendelte am Freitag Nachmittag um die 6 600er-Linie. Die Belastungsfaktoren sind eben nicht vom Tisch zu wischen: Euro und Rohöl notieren auf Rekordkurs, während die Konjunkturdaten immer wieder die Sorgen vor einem stärkeren Wirtschaftsabschwung nähren.

Zuletzt schickten die US-Verbraucher Warnsignale: Ihr Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ist so schwach wie seit Anfang der 80er Jahre nicht mehr, wie der entsprechende Index von Reuters und der Universität Michigan zeigte. Die Sorgen vor einer Rezession in den USA sind also weiter virulent, zumal die US-Notenbank eine derartige Entwicklung nicht ausschließt. Hinzu kommen die Inflationsgefahren, die die Europäische Zentralbank von Zinssenkungen abhalten.

"Im Moment dreht sich alles darum, wie es weitergeht mit der Wirtschaft", sagt LBBW-Aktienstratege Steffen Neumann. Viele Unternehmen verzeichneten positive Effekte wegen des schwachen Dollar. "Aber entscheidend ist, wie die Geschäfte tatsächlich laufen", sagt Neumann. Er geht daher davon aus, dass die Kurse am deutschen Aktienmarkt in der neuen Woche stark schwanken werden. Erst am Freitag hat der US-Mischkonzern General Electric die Anleger mit einem gesenkten Ausblick geschockt und die Aktienbörsen auf Talfahrt geschickt.

Der Auftakt der US-Berichtssaison gilt nicht nur deswegen für viele Beobachter als misslungen. Enttäuschende Zahlen und Gewinnwarnungen aus unterschiedlichsten Sektoren erhärten die Befürchtung, dass die Bankenkrise sich auf andere Teile der Unternehmenslandschaft ausdehnt und in einen allgemeinen Wirtschaftsabschwung mündet. Damit würde sich das Szenario, das der schwache US-Arbeitsmarktbericht für März bereits angedeutet hat, mehr und mehr verdichten.

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