Quartalszahlen im Fokus
Dax-Ausblick: Unternehmen lassen hoffen

Aufatmen an den Börsen: Einige Unternehmen haben mit ihren Quartalszahlen positiv überrascht. Neue unerwartete Schreckensmeldungen gab es kaum. Die Kapitalmärkte scheinen das Tal der Tränen zu verlassen, hoffen die Optimisten. Wären da nicht der hohe Ölpreis und die Sorgen um die Konjunktur.

HB FRANKFURT. Die neue Berichtssaison in Deutschland könnte dem Aktienmarkt wieder etwas Rückenwind geben, hoffen optimistisch eingestellte Marktbeboachter. "Die Kapitalmärkte scheinen das Tal der Tränen verlassen zu haben", sagt Aktienstratege Dennis Nacken von Allianz Global Investor. Die US-Quartalssaison liefere bislang angesichts einiger positiver Überraschungen eine gute Vorlage. Auch scheine der Großteil der Abschreibungen bei den Banken nun aufgedeckt. "Das könnte den Anlegern hier wieder etwas mehr Mut machen." Bis zu einer Trendwende sei es aber noch ein steiniger Weg - die Nervosität in Bezug auf die US-Immobilienkrise halte weiter an.

"Ingesamt dürften die Umsätze an der Börse weiter gering sein", sagt Commerzbank-Stratege Achim Matzke. Nach Einschätzung der LBBW-Analysten ist es wegen der Belastungsfaktoren US-Rezession und Rekordpreise bei Öl und Euro zudem durchaus möglich, dass einzelne Unternehmen enttäuschen könnten. "Die Zahlenwerke werden insbesondere auch genutzt, um die relativ gesehen optimistischere Einschätzung der Gewinnsituation deutscher Unternehmen zu überprüfen", sagen die LBBW-Analysten voraus. In der abgelaufenen Woche hatte der Dax bis zum Freitagnachmittag gut 3,5 Prozent gewonnen und sogar die Marke von 6 800 Punkten übersprungen.

Beruhigung war in der zu Ende gehenden Woche also das Zauberwort an Europas Aktienmärkten. Für diese sorgten vor allem Quartalszahlen und Ausblicke von Unternehmen aus den USA. Mit Wells Fargo, Intel, IBM, Ebay und Google konnten im Wochenverlauf gleich fünf Trendsetter die Markterwartungen übertreffen. Die Marktprognosen waren nach enttäuschenden Quartalsberichten von Alcoa, von der Bank Wachovia und vor allem von General Electric in der Vorwoche vermutlich noch einmal kräftig nach unten revidiert worden.

Der Dax hat zwar zugelegt, aber sich bislang gerade einmal von den Verlusten seit der Gewinnwarnung von General Electric am Freitag vor einer Woche erholt, merken Skeptiker an. Erst nachdem fünf US-Schwergewichte positiv überrascht hätten, sei die Hiobsbotschaft von General Electric ausgebügelt worden. Das spspreche nicht gerade für ein robustes Vertrauen der Investoren.

Zweifel scheinen also weiter angebracht zu sein. "Die zahlreichen Faktoren, die gegenwärtig auf den Märkten lasten, bleiben (...). Sie lassen sich zusammenfassen als Finanzmarktkrise und Konjunkturschwäche", heißt es in einem Marktausblick der WestLB. Vor allem für die Banken seien die Gewinnprognosen vermutlich noch nicht weit genug gesenkt worden. Dies belegten die Quartalszahlen von Merrill Lynch und Wachovia.

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