Ranglistenentwicklung
Praktiker gilt als heißer Kandidat für den MDax

Der Aufstieg des Börsenneulings Praktiker in den MDax, den Leitindex der 50 mittelgroßen Werte in Deutschland, nimmt Konturen an. Nach der gerade vorgelegten Rangliste der Deutschen Börse, die als Wegweiser für die Indexentscheidung am 3. März gilt, erfüllt die Baumarktkette sowohl bei den Börsenumsätzen als auch beim Marktwert die Aufnahmekriterien deutlich.

scc FRANKFURT. Entscheidend für die endgültige Aufnahme ist jedoch die Rangliste für den Monat Februar, die am 3. März vorgelegt wird. Umgesetzt würden die Änderungen in den jeweiligen Indizes am 20. März.

Die Zugehörigkeit zu einem Index bürgt gewöhnlich für höheres Anlegerinteresse. Vor allem die Verantwortlichen passiv gemanagter Fonds und Zertifikate, die einen Index in seiner Gesamtheit abbilden, blicken stets genau auf die Entwicklung in den einzelnen Ranglisten. Zudem gilt die Indexaufnahme für Unternehmen als Gütesiegel, mit dem sich bei Investoren trefflich werben lässt.

Neben der erst seit dem 22. November an der Börse gelisteten Praktiker-Aktie hat nach Berechnungen der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) das Immobilien-Unternehmen Vivacon gute Aufstiegschancen. Eher als Außenseiter gelten laut Analystin Anke Platzek der Öl-und Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub, der Handy-Zulieferer Balda sowie die Indus Holding.

Sorgen um ihren Platz im MDax müssen sich die Optiker-Kette Fielmann und der Elektronik-Großhändler Medion machen. Während Medion bedingt durch eine Gewinnwarnung in den ersten Tages des neuen Jahres deutlich an Börsenwert verloren hat und hier inzwischen nur noch auf Rang 71 liegt, hapert es bei Fielmann an Börsenumsatz.

In dem aus 30 Aktien bestehenden Technologieindex TecDax könnten nach dem 20. März noch mehr als bisher schon die Solarwerte die Szenerie beherrschen. Nachdem dort mit Solarworld, Conergy, Q-Cells und Ersol bereits vier Unternehmen der Branche vertreten sind, könnte noch die Berliner Solon AG hinzukommen. Als weiterer potenzieller Kandidat, wenn auch mit deutlichem Abstand bei den Börsenumsätzen, gilt der Medizintechniker Carl-Zeiss-Meditec. Als mögliche Abstiegskandidaten gelten derzeit das Biotech-Unternehmen Evotec und der Technologie-Spezialist Funkwerk.

Im Kleinwertesegment SDax stehen mit Thielert, Lloyd Fonds und Tipp24 ebenfalls drei Börsenneulinge des letzten Jahres in den Startlöchern. Auch Biotest und Cashlife haben Chancen. Um ihren Platz bangen müssen Zapf Creation, Beate Uhse, Hawesko, Villeroy & Boch, Takkt und Hornbach.

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