Reichster Mann Russlands
Usmanow reduziert Anteil an seinem Imperium

Um seine Manager mit Aktien zu belohnen, verkauft der reichste Mann Russlands zehn Prozent der Anteile an seinem Imperium USM. Mit den Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland steht Alischer Usmanow nicht in Verbindung.
  • 0

MoskauRusslands reichster Mann reduziert seinen Anteil an seinem Geschäftsimperium. Der Schritt von Alischer Usmanow stehe nicht in Zusammenhang mit den westlichen Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise, teilte seine Holding USM mit. Er wolle lediglich Manager wie geplant mit Aktien belohnen.

Usmanow verkaufe zehn Prozent seiner USM-Anteile zurück an die Gesellschaft. Diese solle die Aktien dann an hochrangige Manager und Mitglieder des Verwaltungsrates weiterreichen. Usmanow bleibe mit 48 Prozent der Stimmrechte aber nach wie vor größter Aktionär.

Weder Usmanow selbst noch eine seiner Firmen stehen auf einer der Sanktionslisten westlicher Staaten. Mit einem Vermögen von 18,6 Milliarden Dollar ist Usmanow dem Magazin „Forbes“ zufolge der reichste Mann Russlands. Er hält unter anderem Anteile an Russlands zweitgrößtem Mobilfunkanbieter Megafon.

Megafon-Chef Iwan Tawrin etwa soll ein USM-Aktienpaket von drei Prozent erhalten. Die Erlöse aus dem Verkauf seiner Anteilsscheine wolle Usmanow sowohl in Russland als auch im Ausland investieren, hieß es in der USM-Mitteilung vom späten Dienstagabend. Da die russischen Aktienmärkte in jüngster Zeit so stark gefallen seien, sei es nun an der Zeit, den Managern Anreize zu geben.

Usmanow gehört zu einem der ersten Investoren bei Facebook. Daneben hat er sich auch bei Apple, Groupon, Twitter, Zalando und chinesischen Internet-Kaufhäusern wie Alibaba engagiert. USM ist zudem der größte Anteilseigner der russischen Internetgruppe Mail.Ru, die wiederum die Mehrheit an dem größten sozialen Netzwerk des Landes, VKontakte, hält.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Reichster Mann Russlands: Usmanow reduziert Anteil an seinem Imperium"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%