Rekordkäufe
Ausländer greifen bei japanischen Aktien zu

Ausländische Investoren kaufen japanische Aktien wie nie zuvor. Analysten jubeln und überbieten sich mit optimistischen Prognosen für 2014. Doch der Aktienmarkt hängt an der Geldspritze der Notenbank.
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FrankfurtAusländische Investoren haben mehr Aktien aus Japan in ihren Portfolios als je zuvor. Damit setzen sie auf die Regierung von Premierminister Shinzo Abe und ihre Bestrebungen, die weltweit drittgrößte Volkswirtschaft anzukurbeln.

Von Anfang des Jahres bis Ende November haben ausländische Anleger Aktien im Wert von 12,9 Billionen Yen (91 Milliarden Euro) gekauft, zeigen Daten von der Börse Tokio. Der 1755 Unternehmen umfassende Topix-Index hat seit Januar bis Donnerstag auf Yen- Basis über 44 Prozent zugelegt. Auf Dollar-Basis entsprach das einer Wertsteigerung von rund 22 Prozent, in Euro einem Wertzuwachs von rund 17 Prozent.

Die Mittelzuflüsse kletterten auf den höchsten Stand seit 2005. Damals hatte der Topix im Folgejahr auf Yen-Basis 1,9 Prozent zugelegt.

Investoren, die außerhalb Japans ansässig sind, haben im November netto Aktien im Wert von 2,3 Billionen Yen an den Börsen in Tokio und Nagoya gekauft. Es war der zehnte Monat in Folge mit Nettoaktienkäufen von Ausländern - und der Monat mit dem höchsten Überschuss seit April. Im Vergleich dazu haben inländische Privatpersonen und Finanzinstitutionen lediglich in einem Monat netto mehr japanische Aktien gekauft als verkauft. Der Topix Index ging am Freitag bei 1.238,88 Zählern aus dem Markt.

Yoshihisa Okamoto, Leiter Aktienresearch bei Mizuho Asset Management, erwartet, dass der Topix bis Ende nächsten Jahres auf 1.750 Punkte klettert. Das entspricht einem Anstieg um 40 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Mittwoch. Es ist die optimistischste Prognose von sechs von Bloomberg befragten Analysten. Im Durchschnitt sagen die sechs Analysten ein Plus von 19 Prozent voraus.

Von 272 Investoren, die die Bank of America im November befragte, nannten 18 Prozent in der Sparte Industrieländer Japan als bevorzugten Markt für Investments im nächsten Jahr. Zum Vergleich: 44 Prozent nannten die Vereinigten Staaten und 31 Prozent Europa.

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