Rennen mit Merck geht auf Zielgerade
Postbank glaubt weiter an den Dax-Aufstieg

Obwohl der Darmstädter Pharmakonzern Merck zuletzt im Rennen um den Einstieg in den Aktienleitindex Dax die Nase vorne hatte, gibt sich die Postbank weiter zuversichtlich.

HB FRANKFURT. „Zusammengezählt wird erst am 31. August, und dann schauen wir mal“, sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann der Bonner Tageszeitung „General-Anzeiger“. „Das Rennen ist noch längst nicht gelaufen, ganz im Gegenteil.“ Der Arbeitskreis Aktienindizes der Frankfurter Wertpapierbörse entscheidet am 5. September über die Zusammensetzung der deutschen Indizes. Dann wird sich zeigen, ob die Postbank als Deutschlands größte Filialbank den Aufstieg aus dem Nebenwerteindex MDax schafft oder ein anderer Kandidat den Vortritt erhält. Neben dem Handelsvolumen ist auch die Marktkapitalisierung des Titels ausschlaggebend.

Seit Mitte vergangener Woche hat die Postbank-Aktie deutlich an Wert gewonnen. Die seit langem wiederkehrende Spekulation, die Postbank könnte übernommen werden, war erneut aufgeflammt. Zudem konnte die Aktie wie andere europäische Finanzwerte vom Zusammenschluss der italienischen Banken Sanpaolo IMI und Intesa profitieren.

Der Börsendienst „Platow Brief“ berichtete am Dienstagabend zudem, es gebe zunehmend Anzeichen dafür, dass sich der Postbank-Mehrheitsaktionär Deutsche Post von seiner Mehrheit an der Postbank trennen könnte. So habe neben der Deutschen Bank auch die Royal Bank of Scotland (RBS) ein Auge auf das Bonner Institut geworfen. Die Deutsche Bank und RBS wollten dies nicht kommentieren. Die Postbank war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Eine Post-Sprecherin verwies lediglich auf jüngste Aussagen von Konzernchef Klaus Zumwinkel, der erst vor wenigen Tagen bekräftigt hatte, ein Verkauf der Postbank stehe nicht auf der Agenda.

Erst Mitte August war von Börsianern über einen Einstieg der Deutschen Bank bei der Postbank spekuliert worden. Mehrere mit der Situation vertraute Personen hatten damals von unfundierten Gerüchten gesprochen.

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