Rentabilität soll erhöht werden
Deutsche Bank will massiv Aktien zurückkaufen

Bis zu zehn Prozent aller ausgegebenen Aktien will Deutschlands größte Bank zurückkaufen. Dafür müsste die Bank bis zu 3,3 Milliarden Euro aufbringen.

HB FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat ein weiteres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Mit einem solchen Programm hatte Deutschlands größtes Kreditinstitut bereits in der Vergangenheit versucht, den eigenen Börsenwert zu steigern.

Bis September 2004 würden bis zu 58 Mill. Aktien - zehn Prozent aller ausgegebenen Aktien - zurückgekauft, teilte die Deutsche Bank am Donnerstag mit. Auf Basis des Schlusskurses von Mittwoch bei 56,65 Euro müsste die Deutsche Bank für 58 Mill. eigene Aktien 3,3 Milliarden Euro aufbringen.

Der Kauf erfolge auf Grundlage eines Beschlusses der Hauptversammlung im Mai und werde am Kassamarkt sowie durch den Verkauf von Put-Optionen umgesetzt, hieß es weiter. Die Bank will mit dem Rückkauf sowohl das Aktienkapital herabsetzen, aber auch mögliche Aktienvergütungsprogramme bedienen. Die Kernkapitalquote des Instituts werde am oberen Ende des Zielkorridors von acht bis neun Prozent verbleiben.

„Die Fokussierung auf die Rentabilität der Bank ist ein wesentlicher Bestandteil unserer derzeitigen Strategie“, sagte Deutsche-Bank-Vorstandssprecher Josef Ackermann. „Durch das Aktienrückkaufprogramm zeigen wir unsere Bereitschaft, Überschusskapital direkt an unsere Aktionäre weiterzugeben.“ Ackermann bekräftigte zudem, mittelfristig vor Steuern eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent anzustreben. Bereits im April diesen Jahres hatte die Deutsche Bank weitere Aktienrückkäufe angekündigt, nachdem sie zuvor eigene Anteilsscheine im Wert von drei Mrd. Euro erworben hatte.

Mit seinem Amtsantritt im Mai 2002 hat sich Bankchef Ackermann eine deutliche Wertsteigerung der Deutschen Bank auf die Fahnen geschrieben. Mit dem konsequenten Verkauf von Industriebeteiligungen und Randaktivitäten in Milliarden-Höhe sowie dem Rückkauf eigener Aktien soll der Börsenwert der Bank erhöht und das Institut in der ersten Liga der internationalen Investmentbanken etabliert werden.

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