Repo-Handel
Börse senkt Repo-Gebühr

Die Deutsche Börse will mit einem neuen Gebührenmodell für ihre Handelsplattform „Eurex Repo“ mehr Geschäft anziehen und zum Marktführer Broker-Tec aufschließen. Sie reagiert damit auf Kritik der Frankfurter Banken und auf Spekulationen über eine Abwanderung der Finanzagentur des Bundes zum britischen Marktführer Broker-Tec.

FRANKFURT. „Wir bieten nun den aktiven Kunden noch bessere Konditionen“, sagte Matthias Ganz, Mitglied des Vorstands der Deutschen Börse, im Handelsblatt-Interview. Zwar steigt die Grundgebühr, aber die Kosten pro Transaktion sinken um bis zu 80 Prozent.

Das Prinzip von „Repo“ – Börsianerjargon für „Repurchase Agreement“ – ist Folgendes: Wer Geld braucht, verkauft ein Wertpapier an eine Bank und handelt sofort Preis und Termin für den Rückkauf aus. Das Wertpapier fungiert also als eine Art Sicherheit. Dieser Markt wächst mit 16 bis 20 Prozent im Jahr und hat in Europa 2005 eine Größe von 5 319 Mrd. Euro erreicht. Einer Studie der Beratungsfirma Bearing-Point zufolge entfallen rund 20 Prozent davon auf elektronische Handelssysteme wie Eurex Repo und Broker-Tec.

Anfang des Jahres hatte es heftige Kritik an Eurex Repo gegeben. In den großen Banken hieß es, die Liquidität auf der Plattform sei zu gering. Nach der jüngsten Umfrage von Bearing-Point beläuft sich das durchschnittliche tägliche Transaktionsvolumen bei Eurex Repo auf gut 95 Mrd. Euro, bei Broker-Tec auf 150 Mrd. Euro. Mit dem neuen Gebührenmodell will die Börse diesen Abstand verkürzen.

Erste Erfolge liegen für Eurex Repo in Sichtweite. Man stehe mit vier großen Investmentbanken über eine Anbindung im Gespräch, sagte Eurox-Repo-Chef Marcel Naas, ohne Namen zu nennen. Nach Handelsblatt-Informationen gehören dazu Lehman Brothers, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Mit vier neuen Mitgliedern käme Eurex Repo auf 45 angeschlossene Banken.

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