Rezessionssorgen nehmen zu: Dax-Ausblick: Zeit des Ausverkaufs

Rezessionssorgen nehmen zu
Dax-Ausblick: Zeit des Ausverkaufs

Die Aktienmärkte sind derzeit in keiner guten Verfassung. Die Finanzkrise fördert immer wieder neue Milliarden-Löcher zutage und lässt Rezessionsängste wachsen. Beobachter spüren eine Stimmung des Ausverkaufs - was indes schon wieder ein wenig Hoffnung macht.

HB FRANKFURT. Investoren am Aktienmarkt werden sich nach Einschätzung von Börsianern auch in der kommenden Woche warm anziehen müssen. "Die Flut schlechter Nachrichten setzt die Aktienmärkte weiter unter Druck", prognostiziert Commerzbank -Chefvolkswirt Jörg Krämer. Zu den grassierenden Rezessionssorgen gesellt sich Analysten zufolge Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US -Notenbank Fed. "Das ist alles kein erfreuliches Umfeld. Der Markt wird sich bei hoher Volatilität seitwärts entwickeln oder eher leicht nach unten gehen", erwartet Tobias Basse, Aktienstratege bei der NordLB. Etwas Entspannung erhoffen sich Börsianer von Nachrichten zu den Unternehmensgewinnen.

In der abgelaufenen Woche verlor der Dax knapp vier Prozent. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste im deutschen Leitindex auf inzwischen neun Prozent. Finanzmarktkrise und Rezession waren die Schlagwörter der vergangenen Wochen. Wie Schnee in der Sonne ist die Marktkapitalisierung der 30 Dax-Unternehmen geschmolzen - allein seit Jahresbeginn um deutliche 65 Milliarden Euro.

Dabei haben die Blue Chips noch von ihrem Status als Schwergewichte profitiert. Viele Nebenwerte, aus Anlegersicht zumeist mit höheren Risiken verbunden, sind ins Bodenlose gefallen. Die Arcandor -Aktie zum Beispiel ist um 32 Prozent eingebrochen. Ebenso tief sind die Papiere der Baumarktkette Praktiker gefallen. Die Aktien des Solarmodul-Produzenten Q -Cells sind um 28 Prozent abgestürzt - alles innerhalb von nur zwölf Handelstagen.

Die von der Kreditkrise in den Vereinigten Staaten ausgelösten Konjunktursorgen konnte auch US-Präsident George W. Bush mit der Ankündigung eines Programms zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht zerstreuen. "Das belastende Umfeld hat weiterhin Bestand, in dieser Einschätzung bestätigt uns auch die negative Aufnahme des Konjunkturpaketes an den Märkten", sagte LBBW -Aktienstratege Steffen Neumann. Zur Abwehr einer Rezession werden Steuererleichterungen und die Unterstützung von Unternehmen bei Investitionen diskutiert. Die Details können sich die US-Investoren in Ruhe auf sich wirken lassen, da wegen des Feiertages Martin-Luther-King-Day am Montag die Börsen erst am Dienstag wieder öffnen.

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