Risiko-Radar
Steigende Kurse, sinkendes Risiko

Der Dax steht so hoch, wie lange nicht, viele Einzelwerte bewegen sich in Richtung Allzeithoch. Und dieses Mal könnte die Erholung auch längerfristig halten. Das signalisiert das neue Markt-Barometer von Handelsblatt und EDG. Die Verlustgefahr für Aktionäre sinkt danach deutlich.
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DÜSSELDORF. An den Aktienmärkten herrscht Hochstimmung: Der Dax hat sich aus seiner monatelangen Seitwärtsphase befreit und steht mit mehr als 6 600 Punkten so hoch wie seit Mitte 2008 nicht mehr. Zahlreiche Einzelwerte wie BMW, Linde oder Henkel sind schon einen Schritt weiter und haben Allzeithochs erreicht. Von der Berichtssaison der Dax-Konzerne, die der Autobauer am Freitag mit Eckzahlen für das dritte Quartal überraschend eröffnete, erwarten Analysten weitere Impulse für die Börse.

Anders als in den vergangenen Monaten, als jedem Kursanstieg zuverlässig der baldige Rückgang folgte, stehen die Chancen gut, dass der Rückschlag diesmal ausbleibt. Denn mit der jüngsten Aufwärtsbewegung sind die kurzfristigen Gefahren für Anleger am Aktienmarkt deutlich gesunken.

Das zeigt das "Risiko-Radar", das das Handelsblatt und die Ratingfirma EDG ab heute einmal monatlich veröffentlicht. Untersucht werden die 50 bei deutschen Anlegern beliebtesten Aktien sowie die Standardindizes Dax und Euro-Stoxx-50 sowie die Rohstoffe Gold, Silber und Öl der Marke Brent. Die Analyse belegt, dass die Risikokennziffern nicht nur am Aktienmarkt, sondern über alle Anlageklassen hinweg gesunken sind: "Wenn Märkte sich längerfristig erholen, geht in der Regel die Volatilität raus", fasst Björn Döhrer, Partner bei der EDG, die Ergebnisse zusammen.

Basis für die Risikoanalyse ist das Konzept des "Value at Risk", das in der Finanzwelt flächendeckend verwendet wird. Das Grundprinzip ist ziemlich einfach: "Der Value at Risk gibt den Verlustbetrag an, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit bei einer vorgegeben Haltedauer nicht überschritten wird", erklärt Döhrer. "Bei einer Anlage von 10 000 Euro bedeutet ein Value at Risk von 1 000 Euro, dass ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent in den nächsten zehn Tagen nicht mehr als 1 000 Euro verlieren werde", rechnet er vor.

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  • ich mache einen Aktienhandel. Haben Sie eine Firma, die bald steigen wird?

  • RiCHTiG SiGGi,
    die Geldschwemme wird der Markt noch 1000, 2000 oder 10.000 Punkte nach oben treiben - die platzende blase wird uns ALLE noch viel härter treffen als die letzte in 2007.
    Und Sarkozy hat schon angekündigt, sobald die Franzopsen due EU Ratspräsidentschaft im November übernehmen, will der kleine Napoleon sich um eine Finzanzsystemreform kümmern - der Euro ist auch schon 10 Jahre alt und die inflation ist auch bei Null geblieben.....das Schnitzel kostet auch immernoch 11.50 - Euro allerdings

    Also SEHR warm anziehen - effektive Edelmetalle daheim horten, Konserven und hochprozentiges aus Hardenberg oder Asbach

  • Wir befinden uns in der größten Finanzblase aller Zeiten. Zinslose Milliarden der Zentralbanken suchen nach Anlagemöglichkeiten. Doch Gewinne können an der künstlich aufgeblähten börse von den investoren nur dann mitgenommen werden, wenn sich genügend „Dumme“ finden, die an eine Erholung der börsen glauben und jetzt immer noch Aktien kaufen.

    Vor ein paar Tagen hatte die EZb eine Verlängerung des lockeren Geldes in Aussicht gestellt, prompt stieg der DAX am nächsten Tag um 2%. Hat also mit der realen Entwicklung einer Firma nicht im geringsten was zu tun, mit nur ganz wenig Ausnahmen.
    Die Milliarden und billionen zinslose Zentralbankgelder suchen so lange Anlagemöglichkeiten, bis die Gelder sukzessive zurückgefordert werden. Dann kracht das Kartenhaus börse wie Staub in der Wüste in sich zusammen und das Komma muss um eine Stelle nach links versetzt werden, so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen sicher und günstig in Edelmetalle umzuschichten. Den letzten beißen die Hunde.

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