Risikolose Renditen sind äußerst selten
Renditequellen von Hedge Funds sind nicht länger geheim

Hedge Funds haben etwas Geheimnisvolles. Unabhängig von der Entwicklung der Finanzmärkte versprechen sie den Anlegern absolute Erträge bei geringeren Risiken und weniger Volatilität als beispielsweise Aktien sie aufweisen.

Bekanntlich streben die Manager von Hedge Funds nach absoluter (möglichst positiver) Rendite. Die Manager traditioneller Investmentfonds lassen ihre Leistungen bei der Kapitalanlage in der Regel an so genannten Benchmarks - wie Aktienindizes - messen. Sie sind demgemäß dann zufrieden, wenn sie relativ besser als dieser Index abgeschnitten hat. Manager von Hedge Funds richten ihre Arbeit dagegen darauf aus, ein absolutes positives Ergebnis zu erzielen. Sie sind nach ihrem Selbstverständnis nicht zufrieden, wenn sie zwar besser abgeschnitten haben als ein Index, dafür allerdings Verluste eingefahren haben.

Wie das in der Praxis funktioniert und womit Hedge Funds eigentlich Geld verdienen, verstehen nur wenige Experten. "Die Manager von Hedge Funds pflegen gern den Mythos, als beste Talente der Wall Street eine Geheimstrategie entwickelt zu haben, um quasi risikolos Gewinne zu erwirtschaften", sagt Lars Jaeger, Partner des in der Schweiz ansässigen Hedge Fund Anbieters Partners Group.

"Da Hedge Fund-Manager aber überwiegend in höchst effizienten und liquiden Märkten operieren, sind risikolose Renditen äußert selten," sagt Jaeger. Nach seiner Einschätzung basieren nur rund 20% der Hedge-Funds-Renditen auf den Fähigkeiten der Fondsmanager, Marktineffizienzen auszunutzen. Der größte Teil sei auf das professionelle Eingehen sogenannter systematischer Risiken zurückzuführen. "Hedge-Funds verdienen ihr Geld damit, dass sie in effizienter Weise bestimmte Risiken eingehen und dafür eine Risikoprämie als Entschädigung erhalten," lüftet Jaeger das Geheimnis. Gute Hedge-Funds-Manager seien daher in erster Linie gute Risikomanager.

Für Lars Jaeger ist es von ganz zentraler Bedeutung, dass Investoren die Renditequellen von Hedge Funds verstehen. Nur wer sich damit auskenne, könne die richtige Strategie für sein Hedge-Portfolio auswählen. Ziel sollte es sein, die systematischen Risiken über verschiedene Risikoklassen zu diversifizieren, sagt Jaeger.

Was genau sind systematische Risiken? In der Sprache der Finanzmarkt-Modelle spreche man von Beta, erläutert Jaeger. Systematische Risiken sind solche, die sich fundamental aus der Kapitalanlagegruppe ergeben und nicht "weg-diversifiziert" werden können.

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