Rückgang bei Umsatz und Ergebnis möglich
Medion-Aktie stürzt ab

Der Elektronikhändler Medion hat seine bisherigen Geschäftsziele für das laufende Jahr aufgegeben, da das Unternehmen vor allem von einer anhaltenden Konsumschwäche in Deutschland ausgeht.

HB ESSEN. Statt der bisher erwarteten zweistelligen Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis sei nun auch ein Rückgang im Jahresvergleich nicht mehr auszuschließen, teilte das unter anderem als Aldi-Lieferant bekannte Unternehmen mit. Grund sei die Konsumschwäche in Deutschland.

Nach Rückschlägen im ersten Halbjahr seien die ursprünglichen Ziele für 2004 „zu ehrgeizig“ und könnten nicht mehr eingehalten werden, hieß es. Der Halbjahresgewinn fiel um 13,5 Prozent auf 33,9 Millionen Euro. Im ersten Quartal hatte es noch ein Ertragsplus von 6,4 Prozent gegeben. Der Halbjahresumsatz legte dagegen um 5 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zu. Ursprünglich wollte das Unternehmen die Zahlen erst am 11. August veröffentlichen.

Da in naher Zukunft keine Verbesserung des Konsumklimas in Deutschland zu erwarten sei, kündigte Medion einen weiteren Ausbau des Auslandsgeschäfts an. Es mache mittlerweile 38,7 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch wolle man die Kostenstrukturen weiter optimieren. Nähere Angaben machte das Unternehmen zunächst nicht.

Insgesamt verzeichnete der deutsche PC-Markt im zweiten Quartal 2004 nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner einen Zuwachs an verkauften Stückzahlen von 11,7 Prozent im Jahresvergleich. Der Zuwachs sei erneut vor allem der gestiegenen Nachfrage der Unternehmen zuzurechnen, teilte das Institut am Donnerstag in Egham (Großbritannien) mit. Mit 22,1 Prozent Zuwachs hatten Notebooks am Gesamtvolumen einen Anteil von 35 Prozent. Der Umsatz sei dagegen um acht Prozent gesunken.

Mit einem Marktanteil von 9,5 Prozent am PC-Absatz in Deutschland liegt Medion an dritter Stelle hinter dem deutschen Marktführer Fujitsu-Siemens (17,9 Prozent) und hinter Hewlett-Packard (10,2 Prozent).

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