Schwaches Geschäft mit Mobiltelefonen
Sanyo-Aktien auf 31-Jahres-Tief

Die Aktien des japanischen Elektronikkonzerns Sanyo sind am Montag um knapp 13 Prozent auf den tiefsten Stand seit 31 Jahren gefallen. Grund waren Berichte, wonach der angeschlagenen Konzern statt eines eigentlich in Aussicht gestellten Gewinns im laufenden Geschäftsjahr wohl einen erheblichen Verlust erleiden wird.

HB TOKIO. „Sanyo ist einfach keine Aktie, bei der man überhaupt an eine Investition denken sollte“, urteilte ein Analyst. „Wenn Sanyo seine profitablen Sparten - wie das Batterie-Geschäft - abspalten würde, wäre das ein positiver Schritt. Aber sie werden wahrscheinlich versuchen, den Sturm mit weiteren Personalkürzungen zu überstehen.“

Reuters hatte am Wochenende aus Unternehmenskreisen erfahren, dass der Nettoverlust des Unterhaltungselektronikkonzerns in dem im März 2007 zu Ende gehenden Geschäftsjahr bis zu 50 Mrd. Yen (rund 330 Mill. Euro) betragen könne. Grund seien das schwache Geschäft mit Mobiltelefonen und Restrukturierungskosten. Sanyo hatte im Mai hingegen einen Gewinn von 20 Mrd. Yen prognostiziert. Die in Osaka ansässige Firma will am Freitag ihre Halbjahreszahlen vorlegen. Dabei wird auch erwartet, dass sie ihren Ausblick für das Gesamtjahr anpassen wird.

Über weitere Stellenstreichungen und Schließungen von Fabriken seien bislang keine Entscheidungen getroffen worden, sagte ein Sanyo-Sprecher. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr umfangreiche Restrukturierungen gestartet. An der Börse fragten sich Anleger jedoch, wie lange dieser Kurs noch anhalten solle.

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