Schwächere Euro hilft den Autobauern
Automobilaktien im Aufwind - nur Daimler nicht

Die Aktien der deutschen Autobauer Volkswagen und BMW haben am Dienstag nach Einschätzung von Börsianern von der Hoffnung auf eine Belebung der Inlandsnachfrage profitiert.

HB FRANKFURT. Außerdem helfe der schwächere Euro den Aktien, da er die Exporte auf den wichtigen US-Markt erleichtere, sagten Händler.

Die Papiere von BMW verteuerten sich um rund zwei Prozent auf 35,25 Euro, die Titel des Konkurrenten VW stiegen um 1,8 Prozent auf 37,23 Euro. Dagegen fiel der Aufschlag bei Daimler-Chrysler mit 0,5 Prozent angesichts von Meldungen über ein stärkeres Engagement beim defizitären japanischen Autoherstellers Mitsubishi Motors (MMC) frühestens im April 2005 geringer aus.

„Die jüngsten Äußerungen von BMW und VW lassen darauf schließen, dass es doch nicht so schlimm kommt, wie von Einigen befürchtet“, sagte Marc-Rene Tonn, Autoanalyst bei der Vereins- und Westbank. BMW-Chef Helmut Panke hatte zuletzt in einem Interview der „Welt am Sonntag“ gesagt:“In Deutschland sehen wir eine deutliche Nachfragebelebung nach unseren Automobilen.“ Gerade die Inlandsnachfrage hatte in den letzten Wochen als Problemfall der Autohersteller gegolten. VW hatte am Donnerstag, dem letzten Handelstag der Vorwoche, mitgeteilt, das neue Golf-Modell habe sich im März in Deutschland und Westeuropa besser verkauft als zuvor. Der Golf V als wichtigstes Fahrzeugmodell des Konzerns war im Herbst 2003 deutlich schlechter als erhofft gestartet.

Die deutschen Autowerte profitierten außerdem von einem sich abschwächenden Euro. Die Gemeinschaftswährung notierte am Morgen bei 1,1981 Dollar und damit weit unter ihrem Rekordhoch von Mitte Februar von 1,2927 Dollar. In der Folge verteuerten sich auch die Aktien des Autozulieferers Continental um mehr als zwei Prozent.

Daimler-Papiere blieben indes hinter der Kursentwicklung der Konkurrenten zurück. Aus Unternehmenskreisen bei Mitsubishi hieß es, Daimler wolle seinen Anteil frühestens im April 2005 auf über 50 Prozent von bislang 37 Prozent erhöhen. Das Stuttgarter Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern. „Einige Anleger sehen das skeptisch“, sagte ein auf Autowerte spezialisierter Frankfurter Aktienhändler. MMC sei jetzt schon ein Klotz am Bein von Daimler, und daher gebe es für die Maßnahme nicht all zu viel Verständnis.

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