Schwere Verstöße : Börse Schanghai nimmt Firma wegen Manipulation vom Kurszettel

Schwere Verstöße
Börse Schanghai nimmt Firma wegen Manipulation vom Kurszettel

Die Börse Schanghai hat erstmals ein Unternehmen wegen Verletzung der Transparenzregeln vom Kurszettel genommen. Die im Auto- und Mineralstoffhandel tätige habe laut Börsenbetreiber SSE „sehr schwere Verstöße“ begangen.

ShanghaiDie Börse Schanghai hat erstmals ein Unternehmen wegen Verletzung der Transparenzregeln vom Kurszettel genommen. Die im Auto- und Mineralstoffhandel tätige Firma Zhuhai Boyuan Investment habe „sehr schwere Verstöße“ gegen die Offenlegungsvorschriften begangen, teilte der Börsenbetreiber SSE am Montag mit.

Das Unternehmen habe Kapital zweckentfremdet, Handelsrechnungen gefälscht und zudem Angaben zu Einlagen und Eigenkapital frisiert. Die Firma erwartet, am 11. Mai zum letzten Mal gehandelt zu werden. Zu den Vorwürfen nahm sie zunächst nicht Stellung. Nach Ansicht von Experten hat die SSE mit dem Fall ein Exempel statuiert, um damit das Vertrauen in den Finanzstandort nach den Kursturbulenzen der jüngsten Zeit zu stärken.

Bislang war es relativ schwierig, einem Unternehmen die Börsen-Notierung zu entziehen. Die Aktien von Boyuan sind bereits seit Mai 2015 vom Handel ausgesetzt. Damals begann die Polizei mit Ermittlungen. Die teils lasche Aufsicht in China führt nach Ansicht von Experten zu Missständen im Finanzsystem. Sie reichen von verschleierten Übernahmegeschäften via Briefkastenfirmen über Insider-Handel bis hin zu Markt-Manipulationen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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