Börse Inside
SEC beschließt Ende der Quiet Period

Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat einstimmig beschlossen, die so genannte „Quiet Period“ abzuschaffen. Eine gewisse Zeit vor einem Börsengang durften Unternehmen demnach keine zusätzlichen Informationen veröffentlichen, die nicht im Börsenprospekt standen.

Bloomberg NEW YORK. Die SEC erlaubt damit nun, Aktien- und Anleihenemissionen bei den Investoren besser zu vermarkten. Sie kippt dadurch auch eine Vorschrift, die noch aus den dreißiger Jahren stammt und beinahe den Börsengang von Google im vergangenen Jahr gefährdet hätte. Die Unternehmensgründer der Suchmaschine hatten vor dem IPO dem Magazin Playboy ein Interview gegeben.

„Das Paket, das wir planen, wird den Prozess der Platzierung von Wertpapieren und den Kommunikationsprozess modernisieren, den Schutz der Investoren aber weiter gewährleisten“, sagte der scheidende SEC-Vorsitzende William Donaldson. „Investoren haben ein Recht auf Informationen, wenn sie sich entschlossen haben, ein Wertpapier zu kaufen.“ Die Reformen bringen die Kapitalmärkte in Einklang mit der modernen Technologie, beispielsweise dem Internet, erläuterte Donaldson. „Damit trägt die SEC der Tatsache Rechnung, wie die Kommunikationswelt heute läuft“, erklärte Frederick C. Lane, Vorstandsvorsitzender der Beratungs- und Underwriting-Gesellschaft Lane, Berry & Co.

Nach den neuen Vorschriften muss jede öffentliche Mitteilung genau und nicht irreführend sein, was den gesetzlichen Standards für den Prospekt des Unternehmens entspricht. Das Management darf mit den Medien sprechen, wie im Fall von Google, wenn es eine Kopie der Bemerkungen an die SEC weiterleitet. Dazu soll bei elektronischen Roadshows das Material auch dem breiten Publikum zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall kann auf eine Mitteilung an die SEC verzichtet werden. Bei anderen Roadshows müsse keine Mitteilung erfolgen.

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