Social Trading
Auf der Spur der Profi-Spekulanten

Die Börsen spielen verrückt, die Aktienkurse schwanken kräftig; viele Anleger sind verunsichert, wissen nicht, wohin mit ihrem Geld. Was läge da näher, als einfach die Handelsstrategien der Profis zu kopieren?
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FrankfurtManuel Heyden denkt oft an die Anfänge zurück. An das Jahr 2009, ein spannendes zweifellos. Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers wenige Monate zuvor, der Höhepunkt der Finanzkrise, Panik an den Finanzmärkten. Eigentlich kein gutes Jahr, um ein Unternehmen zu gründen, schon gar nicht, wenn das Unternehmen auch nur im Entferntesten mit dem Thema Finanzen zu tun hat. So wie Ayondo.

Hinter dem melodisch klingenden Namen verbirgt sich eine Firma, die ihr Geld mit Social Trading verdient, also einer Art Facebook für Kleinanleger. 2009 hat das so manchen verstört.  Die Bafin, die deutsche Finanzaufsicht, schickte gleich mehrere Prüfer in die Frankfurter Kaiserstraße, das neue Büro von Ayondo, um sich zu vergewissern, dass auch alles in Ordnung war mit dem jungen Unternehmen. War es.

Mittlerweile hat sich Ayondo etabliert. Denn die Geschäftsidee ist gleichermaßen einfach wie interessant für Anleger. Ayondo bietet Profi-Tradern eine Plattform, ihre Trades im Netz öffentlich zu machen. Privatanleger wiederum können sich die Strategien anschauen und zu eigen machen. Mit einem Mausklick können sie bis zu fünf Top-Trader auswählen und deren Handelssignale automatisch über ein eigenes Konto laufen lassen.

Für viele Privatanleger ein verlockendes Angebot. Denn mancher ist derzeit verunsichert, weil niemand so recht weiß, wohin die Reise geht an den Börsen. Warum sich nicht auf die Meinung derer stützen, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Chartsignale zu studieren – und die bereits bewiesen haben, dass sie über einen längeren Zeitraum gute Renditen erzielen?

Die Anleger können sich zudem darauf verlassen, dass nicht irgendwelche Trader ihr Geld verjubeln, sondern genau darauf geachtet wird, dass nur die besten ihre Strategien veröffentlichen dürfen. Erst wer nachgewiesen hat, dass er gute Renditen abliefert, wird von Ayondo zertifiziert. Erst dann können die Anleger deren Strategien nachahmen. Bislang haben immerhin mehr als 1000 Trader an der Zertifizierung teilgenommen, 170 haben die Qualitätsanforderung bislang erfüllt.

Ayondo-Chef Heyden ist fest davon überzeugt, dass sein Konzept dauerhaft funktionieren wird. Er ist selbst Händler und weiß, dass eine solche Plattform für beide Seiten Vorteile bietet: Für den Kleinanleger, die dem Profi-Spekulanten über die Schulter schauen können. Aber auch für die Profis, die die Gelegenheit bekommen, ihre Fähigkeiten zu zeigen, sich möglicherweise für andere Aufgaben zu empfehlen. Viele von den Tradern sitzen daheim im stillen Kämmerlein  

Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen

Kommentare zu " Social Trading: Auf der Spur der Profi-Spekulanten"

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  • @trader

    der erfahrungsbericht ist garantiert selbst geschrieben.

    glaubt hier tatsächlich jemand, dass es eine eierlegende wollmilchsau gibt, ein perpetum mobile.

    werde reich und meldet euch an !!!

    so ein schwachsinn, ganz ehrlich. wers glaubt wird seelig

  • hier gibt es einen Erfahrungsbericht zu ayondo: http://www.cfd-portal.com/tradingsignale/ayondo/erfahrungsbericht-automatisierte-gewinne-mit-ayondo/

  • Kurz angesehen und etwas erschrocken -- fehlt in dem Artikel des sonst oft so Derivate-kritischen Handelsblatts nicht der Hinweis, dass hier keine Substanz gehandelt wird, sondern nur CFDs? Ach so, ist ja eh' nur ein Artikel auf PR-Basis ... Und so liest sich das dann bei Ayondo:

    "Top-Trader handeln anders als die meisten Privatanleger keine Aktien, sondern Finanzinstrumente auf Aktienindizes (DAX, Dow Jones, S&P500 oder FTSE100), Devisen (Euro, Dollar, Yen, Pfund) oder Rohstoffe (Gold, Silber, Öl).

    Sie spekulieren auf teilweise sehr geringe Kursveränderungen in diesen Basiswerten und sind dabei größtenteils nur wenige Minuten oder Stunden im Markt. Dabei spielt es keine Rolle, ob Märkte steigen oder fallen."

    Klar: In unsicheren Zeiten sollten Privatanleger am besten ihr Geld den 'Top-Tradern' anvertrauen, das ist dann völlig social und irgendwie am Puls der Zeit. Ich geh dann mal short auf Qualitätsjournalismus, all in!

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