Spanien
Der neue Markt andernorts: Madrid

Am 10. April feierte der spanische Neue Markt, der Ibex Nuevo Mercado, seinen fünften Geburtstag. Zum Feiern wird den Anlegern allerdings kaum zu Mute sein, war das Segment für Technologiewerte doch im Jahr 2000 voller Illusion mit 10 000 Punkten gestartet. Heute sind davon noch 2 550 Punkte übrig geblieben.

Anders als der deutsche Neue Markt hat es in Spanien keinen einzigen Börsengang am Nuevo Mercado gegeben, alle Unternehmen sind auch am regulären Markt präsent. Viele Hoffnungsträger wie das Biotechunternehmen Zeltia oder der Telefonanbieter Jazztel haben die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Werte wie Telefónicas Internettochter Terra Networks stürzten von völlig absurden Höhen im freien Fall ab und schreckten andere Unternehmen davon ab, am Nuevo Mercado teilzunehmen.

„Wir geben zu, dass wir zu spät mit diesem Segment angefangen haben. Wir wollen aber trotzdem weiter an dem Konzept festhalten und die Attraktivität des Marktes weiter verbessern“, sagt Antonio Zoido, Chef der Börsenholding BME. Er hofft, dass die Pläne der Regierung, die Investitionen in High-Tech zu erhöhen und die Unternehmen durch steuerliche Anreize zu mehr Forschung zu motivieren, sich günstig auf den Nuevo Mercado auswirken werden.

Tatsächlich läuft es in diesem Jahr bereits besser. Nach vier Verlustjahren, hat der Nuevo Mercado, an dem derzeit zehn Werte notieren, in diesem Jahr um rund zehn Prozent zugelegt. Vor allem die Aktie des im vergangenen Jahr fast bankrotten Unternehmens Jazztel legte in den ersten Monaten 2005 um mehr als 300 Prozent zu. Allerdings bleibt das Handelsvolumen gering. Schließlich erinnern sich die Anleger nur zu gut, dass die Jazztel-Aktie seit ihrer Erstnotierung 93 Prozent an Wert eingebüßt hat.

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