Spekulanten-Ikone

John Paulson feiert Comeback mit Aktien

Seine Wetten auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt sind legendär. Danach hatte der Hedgefonds-Manager John Paulson weniger Glück. Doch mit Übernahmespekulationen fährt er wieder zweistellige Renditen ein.
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Die zehn prominentesten „Verzocker“ der Welt
File photo of President and Portfolio Manager of Paulson & Co. John Paulson speaking during the Sohn Investment Conference in New York
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Hedgefonds-Manager John Pauson wettet wieder auf Gold. Im laufenden Jahr verteuerte sich das Edelmetall um acht Prozent.

NICK LEESON ARRIVES AT WATFORD MAGISTRATES COURTS
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Nick Leeson sorgte für die wohl größte Fehlspekulation der 90er-Jahre, als er für die singapurische Außenstelle der traditionellen britischen Barings Bank als Chefhändler arbeitete. Die Verluste seiner Trades, die er auf ein geheimes und nicht kontrolliertes Konto verbuchte, summierten sich auf 825 Millionen Pfund – bis die Barings Bank zusammenbrach. Später wurde Leeson zu sechseinhalb Jahren Gefängnis wegen Urkundenfälschung, Untreue und Betrug verurteilt.

Börsenhändler Kerviel schreibt über Milliardenverlust
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Der Aktienhändler Jérôme Kerviel brachte seinen Arbeitgeber, die französische Bank Société Générale, mit hochriskanten Aktiengeschäften um fünf Milliarden Euro. Dafür, dass er bei seinen Trades regelmäßig Handelslimits überschreiten konnte, wurde allerdings auch die Bank selber verantwortlich gemacht. Kerviel wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, ging aber in Berufung. Das Urteil wird für Oktober erwartet.

UBS trader Adoboli arrives at City of London Magistrates Court in London
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Gegen Kerviels fünf Milliarden nimmt sich der Verlust, den Kweku Adoboli der Schweizer Großbank UBS im Jahr 2011 eingebracht hat, fast mickrig aus: 2,3 Milliarden Dollar sollen seine Handelsgeschäfte die UBS gekostet haben. In dem Prozess gegen ihn, der dieser Tage beginnt, plädiert Adoboli auf nicht schuldig.

Dimon Congress
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Auch bei der US-Bank JP Morgan Chase verspekulierte man sich im großen Stil. Im Frühling dieses Jahres informierte Konzernchef Jamie Dimon die JP-Morgan-Aktionäre persönlich, dass sein Institut im Monat zuvor rund zwei Milliarden Dollar bei spekulativen Finanzwetten verloren hatte. Dimon räumte dabei „ungeheuerliche Fehler und Schlampereien“ ein.

File photo of Investor Carl Icahn speaking at the Wall Street Journal Deals & Deal Makers conference, held at the New York Stock Exchange
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Carl Icahn, berühmt-berüchtigter Corporate Raider, lag in den vergangenen Jahren mehrfach daneben. Icahn verlor etwa mit seinem Engagement beim Internetpionier Yahoo ordentlich Geld: Die 12,7 Millionen Yahoo-Papiere, die er ein Jahr zuvor für rund 25 Dollar pro Aktie gekauft hatte, veräußerte er im Herbst 2009 für unter 15 Dollar das Stück.

George Soros
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Sogar Investorenlegenden sind vor Irrtümern nicht gefeit. George Soros, der Anfang der 1990er-Jahre mit seiner Wette gegen das Pfund Sterling einen Milliardengewinn erzielt hatte, verzockte sich 2008 mit Papieren der späteren Pleitebank Lehman: Wenige Monate vor deren Zusammenbruch hatte Soros auf ihre Rettung gewettet und dazu knapp zehn Millionen Lehman-Aktien angehäuft – die kurze Zeit später wertlos waren.

Er hatte auf die gute US-Konjunktur, den Goldpreis und auf die Euro-Krise gewettet - ohne Erfolg. Die Goldpreise fielen, die Konjunktur blieb schwach. Nach dem letzten Hoch 2011 brachen die von der Hedgefonds-Legende John Paulson verwalteten Vermögenswerte um rund die Hälfte ein. Nun liefern seine wichtigste Hedgefonds derzeit wieder Erträge im zweistelligen Prozentbereich.

Zum Beispiel der Der Advantage-Fonds, der 2011 unter einem Rekord-Verlust erlitt. In diesem Jahr kommt er bis November auf ein Plus von 30 Prozent. Und der Recovery-Fonds schnellte sogar um 55 Prozent nach oben, erfuhr die Nachrichtenagentur Bloomberg von Insidern.

Paulson machte zuletzt während der Finanzkrise von sich reden, als der heute 57-Jährige mit seinen Wetten gegen die Subprime-Hypotheken 2007 rund 15 Milliarden US-Dollar verdient hat. Auch die gute Performance seiner jetzigen Fonds ist auf Wetten zurückzuführen: Wetten auf Unternehmen, die sich in Übernahmen befinden.

Auch Aktieninvestments, deren Kurse von der lockeren Geldpolitik der Zentralbanken in aller Welt nach oben getrieben wurden, trugen zum jüngsten Erfolg bei. Schwachpunkt bleibt aber sein Gold- Fonds, der auf 370 Mio. Dollar geschrumpft ist -es handelt sich dabei vor allem um Geld, das aus den eigenen Taschen des Milliardärs stammt.

In der Branche gilt der Investor aber noch immer als ein Großer: „Er ist noch immer ein legendärer Investor an der Wall Street”, sagt Jay Rogers, der Präsident von Alpha Strategies Investment Consulting. Die Firma berät Manager und Kunden von Hedgefonds. „Gold hat ihn etwas aus dem Konzept gebracht. Aber das ist letztlich nur ein kleiner Prozentanteil an seinem Geld insgesamt.”

Paulson lag oft daneben
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