Spekulationen belasten
Northern-Rock-Aktie bricht erneut ein

Die Aktien des angeschlagenen britischen Immobilienfinanzierers Northern Rock sind am Montag mehr als 15 Prozent ins Minus gerutscht. Anleger befürchteten offenbar, dass das Unternehmen zu einem Schleuderpreis verkauft werden und Aktionäre leer ausgehen könnten.

HB LONDON. Britische Medien hatten am Wochenende berichtet, das Finanzministerium in London habe zwei US-Hedge-Fonds Übernahmegespräche mit dem Management von Northern Rock genehmigt. Vertreter der Fonds JC Flowers und Cerberus hätten sich jeweils in der vergangenen Woche mit dem zuständigen Mitarbeiter des Finanzministeriums getroffen und über ihre Vorschläge gesprochen, berichtete der „Sunday Telegraph“. Die Investoren wollten nun in den kommenden Tagen mit dem Northern-Rock-Berater Merrill Lynch sprechen.

Nach dem Einstieg der Bank von England hat die britische Regierung die Kontrolle über Northern Rock. In der vergangenen Woche hatte Northern Rock mitgeteilt, erste Gespräche mit „ausgewählten Parteien“ zu führen. In Folge der weltweiten Finanzmarktkrise hatte Northern Rock als fünftgrößte britische Hypothekenbank die britische Zentralbank um einen Notfallkredit bitten müssen, da sie sich kurzfristig nicht mehr refinanzieren konnte. Aus Angst vor dem Verlust ihrer Ersparnisse standen tausende Kunden daraufhin vor Northern-Rock-Filialen Schlange, um ihr Geld abzuheben. Das verschärfte die Refinanzierungsnöte des Instituts weiter.

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