Spekulationen über eine vollständige Wiedereingliederung
Kritik an den Rückkaufplänen für T-Online

Anlegerschützer haben die Deutsche Telekom für ihre Überlegungen kritisiert, ihre Internet-Tochter T-Online wieder vollständig in den Konzern einzugliedern.

HB BERLIN. „Das käme einer Zwangsenteignung der Aktionäre gleich“, sagte der Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), Markus Straub, der „Berliner Zeitung“ laut der Internetausgabe des Blattes vom Mittwoch. „Die Anleger haben dem Unternehmen in schlechten Zeiten die Treue gehalten. Sie sollten jetzt, da T-Online wieder auf einem guten Weg ist, auch am Erfolg partizipieren“, forderte Straub.

Die Deutsche Telekom prüft nach Angaben eines Sprechers derzeit, „ob und wie T-Online in den Konzern reintegriert werden könnte oder sollte“. Spekulationen über eine vollständige Wiedereingliederung hatte zudem der Rücktritt von T-Online-Chef Thomas Holtrop am Freitag genährt. Seither haben die Aktien des Unternehmens rund 13 Prozent an Wert gewonnen.

Als völlig inakzeptabel bezeichnete es Straub, wenn es bei T-Online am Ende zu einem Squeeze-out von Restaktionären komme. Es sei denn, schränkte er ein, der Abfindungspreis falle mindestens so hoch aus wie der Ausgabepreis vom April 2000. Damals zahlten Erstaktionäre 27 Euro für das Papier. Am Dienstag schlossen die Aktien mit einem Kurs von 8,77 Euro. Ein Squeeze-out erlaubt es Mehrheitsaktionären, verbliebene Kleinaktionäre per Barabfindung aus dem Unternehmen herauszudrängen.

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