Staatliche Eingriffe
Chinesische Expertengruppe fordert Börsenstützungsfonds

Ein Expertengremium der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften empfiehlt offenbar staatliche Eingriffe auf dem chinesischen Aktienmarkt. Einem Zeitungsbericht zufolge fordert die Expertengruppe einen staatlichen Fonds im Volumen von umgerechnet bis zu rund 90 Mrd. Euro zur Stützung chinesischer Aktien.

HB PEKING. Damit solle die Regierung Aktien von 50 Staatsunternehmen kaufen, wenn deren Kurs unter eine bestimmte Schwelle falle, berichtete die Zeitung "Economic Observer" am Samstag. Als Interventionszeitpunkt habe die Expertengruppe den Fall des Shanghaier Leitindizes SSEC unter die Marke von 1500 Punkten vorgeschlagen. Ziel sei es, Entschlossenheit und Zuversicht der Regierung bei der Stabilisierung der Aktienmärkte zu zeigen.

Der Zeitung zufolge übergab die Akademie einen entsprechenden Bericht ihrer Wirtschaftsforschungsabteilung ranghohen Regierungsvertretern. Finanziert werden solle der Stützungsfonds über die hohen Devisenreserven Chinas oder die Ausgabe von Sonderstaatsanleihen. Spekulationen über einen Fonds zur Stabilisierung der chinesischen Finanzmärkte kursieren bereits seit längerem. Der Leitindex an der Börse in Shanghai hat seit seinem Hoch im Oktober vergangenen Jahres mehr als 70 Prozent verloren. Die Hoffnung auf staatliche Hilfen ließen das Börsenbarometer aber in der vergangenen Woche erstmals seit rund einem Monat wieder steigen. Am Freitag schloss der Index bei 1747 Punkten.

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