Stammtisch mit Dirk Müller
Die kühnen Theorien des Mr. Dax

Der IWF hat sich verrechnet, in Griechenland ist die Demokratie gefährdet, die Inflation frisst alle Guthaben auf: Dirk Müller alias Mr. Dax zeichnet ein düsteres Bild von Euro-Land. Seine Zuhörer lieben ihn dafür.

Kommentare

  • Was ist der Job eines Börsenhändlers? (Kunden)Aufträge abzuwickeln und eine Auswahl von Werten hin- und herzuhandeln.

    Und das befähigt diesen Mann als Experte durch die Medien zu geistern? Zugegeben er ist sicherlich sowas wieder der Einäugige unter den Blinden, aber im Prinzip hatte er doch nur das Glück, dass er einen Platz direkt unter der Daxtafel hatte und so etwas aus der Versenkung aufgetaucht ist.

    Also, wenn Du mal nicht weiter weisst, sei einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort...

  • Dirk Müller ist als Mr. Dax berühmt geworden weil er an Tagen mit hohen Kursverlusten ein besonders betrübtes Gesicht gezogen hat, nicht weil er geniale Erkenntnisse verbreitet hat.

    Dass der € ein Preis der Wiedervereinigung war, ist nicht gerade neu. Das diese Währung Deutschlands Problem ist, merkt man seit 2 - 3 Jahren sehr deutlich.

    Die "Sparanstrengungen" der südeuropäischen Länder wirken ähnlich einer Währungsabwertung. Im Falle der Währungsabwertung fallen die Löhne und Kosten im internationalen Vergleich, allerdings wird das durch die Arbeitnehmer nicht so empfunden. Eine direkte Kürzung der Zuwendungen, oder Löhne wird dagegen intensiv empfunden. Insofern ist die Währungsabwertung lediglich eine sanftere Methode der Einkommensabsenkung.

    Wenn die Währungsunion noch ein paar Jahre funktionieren soll, müssen die Südländer eben solange sparen bis das System wieder im Gleichgewicht ist. Oder, die Zentralbank schöpft soviel Geld, dass die Südländer nominal kontant bleiben und die Nordländer entsprechend inflationieren.

    Das realistischste Szenario scheint, dass man bis auf weiteres am € festhält, die EZB reichlich Geld schöpft, die Inflation nicht recht anspringen möchte, bis eine Vertrauenskrise zu einem recht kurzfristigen, intensiven Währungs- und Geldwertverfall führt. Das könnte dann spekulativ das Aus für € und vermutlich auch die EU bedeuten.

    Ein reales Wachstum wird von vielen Seiten beschworen. Andererseits handelt man ziemlich genau gegensätzlich. Extrem teure politische Ideen wie soziale Umverteilung, Extremsteuern, "Klimawandel", "Energiewenden", REACH, Nachtflugverbote überkompensieren den technischen Produktivitätsfortschritt. Ein gesundes, reales Wachstum ist derzeit nur in wenigen Staaten Osteuropas zu sehen.

    Vandale

  • @vandale

    Machen Sie doch mal einen Lehrgang in Sachen Ökonomie. Wie kann man mit sparen den Konsum aufrecht erhalten?! ich lach mich schlapp...da dieses Geldsystem mit seinen Zinsen beständig Wachstum braucht!!! OK, wir können ja auf Teufel komm raus produzieren und dann alles auf den Müll werfen. wäre eine Alternative zu diesem ganzen verblödeten System :-)

    Wohin wollen sie denn exportieren??? Und vorallem WER soll den ganzen Export denn kaufen, wenn andere Länder zu Tode gespart werden?!!!! [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es ist nicht das Ziel der USA und des IWF Europa zu retten. Europa soll schwach sein, damit es weder wirtschaftlich noch politisch eine "Gefahr" darstellt.
    Desweiteren können Investoren aus den USA in Europa auf Schnäppchenjagd gehen und billig Unternehmen einkaufen wenn hier erstmal alles am Boden liegt ...

  • @realistin

    Seit wann gehören denn die "Jungen" und die "Alten" einen anderen "Rasse" an? So wie Sie inflationär mit dem Wort "Rasse" und "Rassismus" umgehen, genau so falsch schätzen Sie die Inflation ein, die wenn sie eintritt nach einer Phase der Deflation, alle auf kaltem Weg enteignen wird, und das völlig unabhänig von "Rasse" uns Rassismus"

  • @Falk

    Lesen Sie auch mal meine Kommentare hier?!

    Ich schätze hier gar nix falsch ein. Es wird jeden treffen, der "Kleinsparer" ist. Es wird aber auf gar keinen Fall die Politiker, die Reichen treffen!! Und wenn, dann wird es diese nicht sonderlich interessieren. Ein paar "Millionen" weniger oder mehr macht nix. Das neue Spiel kann dann vorn vone beginnen! Während die Masse der Verlierer des ganzen Spiels halt ist. Das hatten wir ja nun schon mehrmals in der Geschichte!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • @ Realistin

    Als der wahre Realist muss ich mich von Ihrem Beitrag in aller Schärfe distanzieren.
    Offensichtlich fehlt Ihnen jede volkswirtschaftliche Kompetenz! Auch besteht ein offensichtlicher Hang zur Linksideologie der untergegangenen SED und ihren Schergen, die sich heute "Die Linke" nennen.

    Nur am Rande, für Interessiert: In der Zeit nach 1945 hat in Deutschland jedes, aber auch definitiv jedes Programm zur Förderung des Konsum ein kleines Strohfeuer entfacht. Nicht mehr. Die gemachten Schulden aber bleiben. Mittels der Zinslasten, die inzwischen fast jeden öffentlichen Haushalt erdrücken, wird man aber dauerhaft kämpfen. Die Strohfeuer sind allesamt längst erloschen; die Zinslasten noch da.

    Wer Konsum will, muss angebotsorientiere Politik betreiben: Der Leuten den "Müll" schmackhaft machen, den sie nicht brauchen. Und in diesem Bereich greift der Michel kräftig zu. Dazu hat jeder Hartzer genügend Mittel. Nur am Grundlegenden, da meinen Idioten dann sparen und jammern zu müssen. (Mangels Geld oder besser: Mangels Verstand. )

  • @Realist

    Wer Konsum will, muss angebotsorientiere Politik betreiben: Der Leuten den "Müll" schmackhaft machen, den sie nicht brauchen. Und in diesem Bereich greift der Michel kräftig zu. Dazu hat jeder Hartzer genügend Mittel. Nur am Grundlegenden, da meinen Idioten dann sparen und jammern zu müssen. (Mangels Geld oder besser: Mangels Verstand. )

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    Boah...was für einen Argumentation....dagegen bin ich ja ein Waisenknabe :) Sie sprechen also aus Erfahrung..Hartz 4 und Konsum :-)...interessant

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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