Starker Einfluss der US-Daten
Dax-Ausblick: Die Stimmung ist gut

Börsianer sind derzeit schon leicht weihnachtlich eingestimmt. Die Anleger zeigten sich in Kauflaune, sagen die einen – und rechnen schon mit einem Test der 6 500-Punkte-Marke. Mit keinen großen Überraschungen rechnen andere. Impulse werden allerdings wieder einmal hauptsächlich aus den USA erwartet.

HB FRANKFURT. Weder die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Dienstag noch die Bekanntgabe wichtiger Konjunkturdaten sollten nach Einschätzung mancher Beobachter die vorweihnachtliche Stimmung trüben. „Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der Dax die Marke von 6 500 nochmals testet“, sagte Aktienstratege Christian Kahler von der DZ Bank. Der Dax hat in den vergangenen Tagen seine Kursverluste von Ende November - als er wegen des starken Euro-Kurses von knapp 6 500 Punkte auf 6 200 Zähler abrutschte - größtenteils wieder wett gemacht.

Die meisten Dax-Investoren erwarten indes in den nächsten zwei bis vier Wochen keinen starken Anstieg des Kursbarometers. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Sentimentanalyse des Daytradebrokers Clickoptions. 57 Prozent der Anleger hätten sich in der zurückliegenden Woche für Papiere entschieden, mit denen sie von leicht fallenden oder stagnierenden Kursen am deutschen Aktienmarkt profitieren. "Damit haben sich die Meinungen der Investoren im Vergleich zur Vorwoche deutlich verändert", sagt ClickOptions-Sprecher Richard Ohl. Gehe es nach der Mehrheit der Anleger, bleibe die Jahresendrally 2006 aus. "Nur noch 19 Prozent der Anleger rechnen mit einem Aufschwung des Dax", sagt Ohl.

Der technische Analyst Matthieu Driol sieht kurzfristig ein konstantes Niveau des Dax: "Der Index hat bei 6 203 Punkten seine Unterstützungslinie gefunden. Momentan zeichnet sich eine kleine Verschnaufpause ab." Die Hausse könne sich jedoch fortsetzen, wenn die Widerstandslinie bei 6 494 Punkten überschritten werde, meint der als unabhängiger Analyst für Clickoptions tätige Experte.

„Die letzten Wochen des Jahres 2006 werden keine größeren Überraschungen mit sich bringen“, meinen die Börsenexperten des Stuttgarter Bankhauses Ellwanger & Geiger. Die meisten institutionellen Anleger würden bemüht sein, die gute Performance zum 31. Dezember in ihren Büchern festzuschreiben. In der ersten Dezemberwoche gewann der Leitindex 2,5 Prozent und pendelte am Freitag um die Marke von 6 400 Stellen. Nach besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten stieg der Index nochmals an. Nach Einschätzung von Kai Stefani, Analyst bei der zur Allianz gehörenden Fondsgesellschaft Dit, haben die Märkte den jüngsten Euro-Anstieg gut verkraftet. „Am Aktienmarkt hat sich doch zunehmend die Einschätzung durchgesetzt, dass die deutschen Unternehmen auch mit einem schwächeren Dollar leben können“, sagte Stefani.

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