State-Street-Stimmungsindex sackt im Juli auf ein Rekordtief ab
Skepsis der Anleger nimmt zu

Professionelle Investoren misstrauen den Aktienmärkten immer stärker. Das zeigt der Investor-Confidence-Index von State Street, dem weltgrößtem Wertpapierverwahrer, für den Monat Juli. Der Index ist zwar nur leicht um 1,2 Punkte abgerutscht, erreichte aber mit 84,3 Punkten den tiefsten Stand seit Oktober 1998.

HB FRANKFURT/M. Der monatlich veröffentlichte State-Street-Index ermittelt die Stimmung unter institutionellen Anlegern auf Basis der von State Street erhobenen Daten zu Vermögensströmen und dem Anleger-Kaufverhalten. Das US-Haus verwahrt fünfzehn Prozent aller weltweit gehandelten Wertpapiere im Wert von gut 9 Bill. Dollar. Der Index basiert auf Daten seit 1998 und wird seit September 2003 veröffentlicht.

Bereits im Juni hatte sich die Stimmung der institutionellen Anleger von niedrigem Niveau aus deutlich verschlechtert, was den Index um 6,4 auf 85,5 Punkte drückte. Und seit Jahresanfang sackte das Stimmungsbarometer vom Drei-Jahres-Hoch bei 109 Punkten gar um fast 25 Punkte ab.

Nach Ansicht von State Street verdeutlichen die Juli-Daten, dass Investoren das Gesamtrisiko ihrer Portfolios verringern, indem sie die Gewichtung von Aktien systematisch abgebaut haben. „Anleger sehen vor allem mit Blick auf die steigenden Zinsen keine Rechtfertigung der jüngsten Kursniveaus“, interpretiert Havard-Professor Ken Froot diesen Trend. Dabei misstrauten Investoren besonders US-Aktien, wie die Juli-Umfrage unter Fondsmanagern von Merrill Lynch ergab. Auch nach Ansicht von Paul O’Connell von State Street zeige sich das sinkende Vertrauen besonders bei US-Telekom-Titeln, die massiv verkauft worden seien. Die Hoffnung auf eine Trendumkehr im zweiten Halbjahr habe sich damit fast zerschlagen.

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