Studie noch nicht beendet
Bayer-Krebsmittel verfehlt Erwartungen

Mit Enttäuschung reagierten die Finanzmärkte am Montag auf neue Daten für das von Bayer und der US-Firma Onyx entwickelte Krebsmittel Nexavar. Die Zulassungsstudien können noch nicht wie geplant beendet werden. Vermutlich wird nun ein Konkurrenzprodukt von Pfizer die Führungsrolle auf dem Markt übernehmen.

shf HANDELSBLATT. Das seit Dezember in den USA bereits zugelassene Medikament zeigte in einer großen Studie zwar Überlebensvorteile für Nierenkrebspatienten. Allerdings waren die Resultate statistisch nicht so signifikant, dass man die Studie nach der Zwischenauswertung bereits beenden konnte.

Fachleute gehen nun davon aus, dass das Konkurrenzprodukt Sutent von Pfizer eine Führungsrolle in der Behandlung von Nierenkrebs übernehmen wird. Pfizer hatte am Sonntag für dieses Mittel, das einem ähnlichen Wirkprinzip wie Nexavar folgt, ebenfalls positive Daten vorgelegt. Zudem präsentierte auch der US-Konzern Wyeth gestern erfolgversprechende Daten für ein neues Nierenkrebs-Medikament, das sich allerdings noch in der Entwicklungsphase befindet.

Nexavar ist einer der wichtigen Hoffnungsträger für die Bayer-Pharmasparte, die der Konzern durch die Übernahme von Schering deutlich erweitern will. Die Aktie des Leverkusener Chemiekonzerns gab gestern im verkürzten Feiertagshandel um knapp ein Prozent nach. Der US-Partner Onyx verlor dagegen mehr als 17 Prozent an Wert.

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