Studie: Private-Equity-Investoren setzen auf Schwellenländer

Studie
Private-Equity-Investoren setzen auf Schwellenländer

Angesichts des wachsenden Wettbewerbs in der Branche befürchten institutionelle Anleger einer Studie zufolge sinkende Renditen und wollen sich vermehrt bei Fonds in Wachstumsregionen engagieren.

HB FRANKFURT. 44 Prozent der mehr als 100 befragten institutionellen Anleger wollten verstärkt Gelder bei Finanzinvestoren anlegen, teilte der Private-Equity-Dachfonds Coller Capital am Mittwoch unter Berufung auf seine aktuelle Studie mit.

Vor einem halben Jahr hätten dies lediglich 30 Prozent gesagt. 84 Prozent der Befragten äußerten aber Bedenken wegen des starken Wettbewerbs auf etablierten Märkten. Mehr als die Hälfte wolle deshalb in den nächsten drei Jahren in so genannte aufstrebende Märkte investieren - beispielsweise Indien, China oder Osteuropa.

„Die Investoren machen sich ernsthafte Gedanken um die Konkurrenzsituation und die Renditen auf den etbalierten Private-Equity-Märkten“, erklärte Coller-Capital-Chef Jeremy Coller. Schwellenländer könnten folglich durch attraktive Rahmenbedingungen für Finanzinvestoren auf Kapitalzuflüsse hoffen. Bislang hat sich der Studie zufolge lediglich rund ein Viertel der institutionellen Anleger im Private-Equity-Bereich bei Fonds engagiert, die in Schwellenländern aktiv sind.

Erst vor wenigen Wochen hatte bereits der inländische Branchenverband BVK vor einer Überhitzung des Marktes gewarnt. „Noch haben wir keine Blase“, sagte BVK-Chef Thomas Pütter im Dezember zu Reuters. „Aber ich würde schon sagen: Vorsicht, wir kommen langsam ans Ende.“

Für Deutschland rechnet Coller Capital angesichts steigender Renditen der Unternehmen und einer Öffnung des Mittelstands für privates Beteiligungskapital ebenfalls mit wachstem Interesse der Fonds-Anleger. „Der Private-Equity-Markt wird weiter sehr lebhaft bleiben, zumal der lange verstopfte Exit-Kanal Börse seine Schwäche überwunden hat“, hieß es.

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