Terminbörse Dubai
Die „Stadt des Goldes“ handelt Gold-Derivate

Der Finanzplatz Dubai boomt. Die Kurse an der Aktienbörse in dem Emirat, das zur Förderation der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehört, ist in den ersten zehn Monaten des Jahres um mehr als 200 Prozent gestiegen. Als treibende Kraft hinter dieser Kursentwicklung ist der steigende Rohölpreis zu sehen, von dem die Volkswirtschaft Dubais überdurchschnittlich profitiert.

HB FRANKFURT. Seit dieser Woche verfügt der Stadtstaat auch über eine Rohstoff-Terminbörse. Die Dubai Gold and Commodities Exchange (DGCX) hat als erste voll elektronische Derivatebörse des Mittleren Ostens den Handel aufgenommen. Der Handel an der DGCX findet börsentäglich über einen Zeitraum von dreizehn Stunden hinweg statt.

Bezeichnenderweise startet die Börse in der „Stadt des Goldes“ das Geschäft mit einem Futureskontrakt auf Gold. In Dubai ist das Interesse an dem Edelmetall so groß wie nirgendwo sonst im Mittleren Osten. Der Goldkontrakt ist identisch mit den Kontrakten der New York Mercantile Exchange und der London Metal Exchange. Im ersten Quartal 2006 soll der Handel nach Angaben von Börsenchef Framroze Pochara auf Silber-Futures sowie Gold- und Silber-Optionen ausgeweitet werden.

Nach den Finanzzentren New York und London ist Dubai einer der größten Plätze für den physischen Handel mit Gold und anderen Edelmetallen. Vor allem indische Händler beschaffen sich in dem Emirat die benötigten Goldmengen. So überrascht nicht, dass die neue Börse ein Gemeinschaftsunternehmen des Dubai Metals and Commodities Centre, der Multi Commodities Exchange of India und der Financial Technologies India ist.

Für die Zukunft plant Börsenchef Pochara eine Ausweitung der Produktpalette um andere in Dubai physisch gehandelte Rohstoffe, beispielsweise sind Kontrakte auf Baumwolle, Stahl und Dieseltreibstoff geplant. Darüber hinaus denkt die Börse auch an die Einführung von FrachtratenDerivaten. ret

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