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Terminbörse Eurex baut Kapazität aus

Die Deutsch-Schweizer Terminbörse Eurex reagiert auf den Trend zum computergesteuerten Wertpapierhandel und plant einen massiven Ausbau ihrer Kapazitäten. Bis 2009 will die Terminbörse in der Lage sein, bis zu 1,6 Mrd. Transaktionen pro Tag abzuwickeln. Das ist fast sieben Mal so viel wie der bisherige im Oktober 2006 gemessene Spitzenwert von 230 Mill. Geschäften.

mm LONDON. Für die kommenden zwei Jahre rechnet die Eurex „konservativ“ mit einem Anstieg der Handelsumsätze um jeweils 25 Prozent. Wichtigster Grund für den Ausbau der Kapazität ist das rasante Wachstum des so genannten Programmhandels. Beim Programmhandel trifft die Entscheidungen über Kauf oder Verkauf von Wertpapieren nicht länger ein Händler, sondern ein Rechner auf Basis komplexer Modelle, die meist von Mathematikern oder Physikern entwickelt werden. In den USA macht der auf Algorithmen basierende Handel bereits ein Drittel aller Aktientransaktionen aus – Tendenz steigend. Das gilt auch für Europa. Die Börsen verzeichneten Wachstumsraten von um die 50 Prozent beim Computerhandel, erläutert Eurex-Manager Jürg Spillmann.

Ausbauen will die weltgrößte Terminbörse auch die Zahl der gehandelten Produkte. Bis 2009 soll das Angebot von derzeit 700 Produkten auf 2 600 steigen. Bereits Ende März dieses Jahres plant die Eurex die Einführung von Credit Default Swaps, einer Art Versicherung gegen Kreditausfälle. Der Markt für Kreditderivate ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Allerdings werden die meisten Produkte bislang außerhalb der Börsen gehandelt.

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