"Überfälliger Schritt"
Händler begrüßen Verkürzung der Handelszeit

Die Aktienhändler haben die Entscheidung der Deutschen Börse begrüßt, die Handelszeiten der elektronischen Börse Xetra zu verkürzen.

HB/dpa FRANKFURT. „Das war ein überfälliger Schritt“, sagte ein Frankfurter Händler am Mittwoch. Die im Vergleich zu ausländischen Börsenplätzen langen Handelszeiten hätten „nur hohe Ausgaben bei geringen Handelsumsätzen verursacht“. Viele Banken könnten nun Kosten einsparen.

Diese Ansicht vertrat auch ein Aktienhändler aus München. „Es ist sinnvoll, dass sich die Deutsche Börse den europäischen Gepflogenheiten anpasst“, sagt er. „Aber das bedeutet wohl auch, dass die Banken wieder ein paar Leute rausschmeißen werden, denn dann wird ja auch weniger Personal gebraucht.“

Der Parketthandel in Frankfurt soll im Interesse der Privatanleger weiter von 9 Uhr bis 20 Uhr möglich sein. Eine Neubelebung des Parketthandel wegen der Verkürzung des Xetra-Handels hält der Münchener Händler aber für wenig wahrscheinlich. „Im Prinzip läuft alles über Xetra und das wird wohl auch so bleiben.“

Ein weiterer Frankfurter Händler verwies auf die geringen Umsätze im Abendhandel. Zwar habe er prinzipiell keine Probleme mit längeren Handelszeiten. Allerdings seien die Handelsvolumen in der Vergangenheit oft zu niedrig gewesen. 2001 hatte der Anteil des Abendhandels am gesamten Orderaufkommen 9 Prozent betragen, 2002 nur noch 8 Prozent. Zuletzt lag er bei 7 Prozent.

Die Deutsche Börse hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass sie den elektronischen Handel vom 3. November an statt um 20.00 Uhr schon um 17.30 Uhr beendenwerde. Diese Änderung gelte zunächst für ein Jahr.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%