Übernahmefantasien und Konjunkturdaten dominieren
Ausblick auf die US-Börsenwoche

Die derzeitige internationale Übernahmewelle dürfte auch in dieser Woche das Geschehen auf den US-Aktienmärkten dominieren. Ein Hauptaugenmerk werden die Anleger in der erst am Dienstag beginnenden Börsenwoche auch auf Konjunkturdaten richten, von denen sie sich Aufschluss über die Abkühlung der US-Wirtschaft erhoffen.

HB NEW YORK. Für Nervosität auf dem Parkett sorgten allerdings zuletzt Äußerungen von Ex-Fed-Chef Alan Greenspan, der vor einem dramatischen Abschwung am chinesischen Aktienmarkt gewarnt hatte. Mit Spannung wird daher erwartet, ob die Wall Street erneut die Rekordstände der vergangenen Wochen erreicht.

Nach den Äußerungen Greenspans am Mittwoch brachen die Kurse ein. Für die Gesamtwoche verbuchten sowohl der Leitindex Dow Jones als auch der breiter gefasste S&P-500 das erste Mal seit sieben Wochen wieder Verluste.

Gleich nach dem verlängerten Wochenende am Dienstag erwarten die Investoren die Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen im Mai. Am Donnerstag könnten die Zahlen zum US-BIP im ersten Quartal (2. Schätzung) Aufschluss über den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt geben. Eine ganze Reihe von wichtigen Wirtschaftsdaten - darunter der US-Arbeitsmarktbericht für den zu Ende gehenden Monat - prägt neben den Fusionsfantasien die Agenda der Börsianer am Freitag. „Mit dieser Zahl an Wirtschaftsdaten wird es sehr volatil werden“, sagte Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors.

Genau beobachten werden die Anleger auch den hohen Ölpreis, der zuletzt den Handel belastete. Zeitweilig mussten für ein Fass US-Leichtöl mehr als 66 Dollar bezahlt werden. Angesichts der hohen Liquidität bei den Firmen könnte es Experten zufolge nach dem Kauf der nordeuropäischen Börse OMX durch die New Yorker Nasdaq zu weiteren Fusionen und Übernahmen kommen.

Die Aufmerksamkeit der vergangenen Woche galt auch der Übernahmeschlacht um den kanadischen Aluminiumkonzern Alcan, an dem sich der Branchenprimus Alcoa die Zähne ausgebissen hatte. Quartalszahlen werden in der kommenden Woche dagegen nur wenige vorgelegt: So werden etwa der Computerkonzern Dell und der US-Ketchuphersteller H.J. Heinz Zwischenberichte veröffentlichen.

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