Übernahmen

Hedgefonds nehmen Europas Großkonzerne ins Visier

Die Kassen sind gefüllt, Hedgefonds nehmen europäische Großkonzerne ins Visier: Waren es bisher eher mittelgroße Unternehmen, schrecken sie nun auch nicht vor den großen Namen zurück. Zum Beispiel Thyssen-Krupp.
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Thyssen-Krupp muss derzeit schwer kämpfen: Ein schwedischer Hedgefonds erhöht seine Anteile. Quelle: AFP

Thyssen-Krupp muss derzeit schwer kämpfen: Ein schwedischer Hedgefonds erhöht seine Anteile.

(Foto: AFP)

Zürich/FrankfurtEuropäische Großunternehmen machen sich auf ungebetene Gäste gefasst. Mit vollen Kriegskassen ausgestattete Hedgefonds sind immer stärker auf der Pirsch nach Unternehmen, deren Börsenwert sie mit aller Macht erhöhen wollen.

Die jüngsten Vorstöße bei den US-Technologiegiganten Apple und Microsoft zeigen: Den aggressiven Fonds ist kein Gegner zu mächtig. Nun wächst auch diesseits des Atlantiks in den Vorstandsetagen die Sorge, dass solch "aktivistische" Investoren anklopfen und sich dann einmischen könnten.

Um nicht unvorbereitet dazustehen, suchen viele Manager vorsorglich Rat bei Investmentbanken. „Das Thema beschäftigt die Unternehmen so stark wie seit langem nicht mehr“, sagt Goldman-Sachs-Manager Francois-Xavier de Mallmann.

„Invasion der Heuschrecken - wie Hedgefonds die Deutschland AG attackieren“, betitelte der ehemalige Chef der Deutschen Börse, Werner Seifert, 2006 seine Erfahrungen mit dem besonders aggressiven Fonds The Children's Investment (TCI).

Dem von Chris Hohn geführten Investor gelang es, das Zusammengehen der Deutschen Börse mit dem Londoner Marktbetreiber LSE zu vereiteln und Seifert zu Fall zu bringen. Inzwischen geben sich viele Aktivisten konzilianter, ihre Ziele bleiben aber die gleichen: Sie dringen auf den Verkauf von Unternehmensbereichen, eine neue Strategie, höhere Ausschüttungen oder Umbesetzungen im Vorstand, um so den Wert der Aktie in die Höhe zu treiben.

Neu ist die Größe der Ziele. Nahmen die Fonds in der Vergangenheit vor allem mittelgroße Unternehmen ins Visier, schrecken sie inzwischen selbst vor den klingendsten Namen in der Unternehmenswelt nicht mehr zurück. Im gehobenen Mittelstand ist es leichter, etwas zu bewegen.

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8 Kommentare zu "Übernahmen: Hedgefonds nehmen Europas Großkonzerne ins Visier"

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  • WARUM nimmt man die DEREGULIERUNG der FINANZEN von ROT/GRÜN nicht zurück ? Schröder & Co. hat doch ein lukrativen JOB daraufhin u.a. erhalten !

    ODER, möchten auch noch andere profitieren ?

    In Ordnung, das kann ich dann natürlich verstehen, weiter so !

  • Da soll noch mal jemand sagen: " Das fluten der Markte mit Geld führt zu keinen Irritationen in der Wirtschaft"

    Wo geht das viele Geld hin?

    Das scheue Reh sucht sich seinen Weg.

  • Alle Macht dem Kapital!

  • Aber nur weil die Politiker/innen korrupt oder unfähig sind Probleme zu erkennen und zu lösen.

  • Wo ist das Problem? Wir wollen doch alle den freien Markt. Wenn es jetzt Thyssen Krupp trifft, dann ist das halt so. Filetieren und verscherbeln. Die Heuschrecken sind unterwegs.

  • Shoppengehen: na, wer hätte sowas bloß zu denken gewagt?

  • Geld regiert die Welt!
    Und nicht die Politik!

  • Ich glaube nicht, dass sich die Unternehmen gegen diese Typen die ja doch überhaupt nicht produzieren, auf Dauer wehren können. Hier ist die Politik gefordert und zwar schnell.

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