Umfrage
Analysten setzen auf früheren Termin für Zinserhöhung

Eine immer größere Zahl von EZB-Beobachtern rechnet nach den jüngsten Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet mit einer Zinserhöhung im Euro-Raum schon bis Ende März.

HB LONDON. Inzwischen erwarten sogar sieben von 53 befragten Volkswirten schon für Dezember die erste Zinserhöhung seit fünf Jahren, 29 Ökonomen gehen von einem solchen Schritt im ersten Quartal aus, wie eine am Freitag veröffentlichte Reuters-Umfrage ergab. Noch vor gut einer Woche hatte die Mehrzahl der Analysten noch auf einen Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) im Frühjahr 2006 getippt, nur zwei Beobachter hatten auf Dezember gesetzt. Nun messen die Analysten einer Zinsanhebung bei der nächsten Zinssitzung im Mittel eine Wahrscheinlichkeit von 30 Prozent bei.

In der Pressekonferenz im Anschluss an die Ratssitzung am Donnerstag hatte EZB-Chef Trichet erneut betont, die Zentralbank könne jederzeit handeln. Noch sei das Zinsniveau angemessen, die steigenden Risiken für die Preisstabilität forderten von der EZB aber große Wachsamkeit. Den Leitzins hatte die EZB wie schon seit Mitte 2003 auf dem historisch niedrigen Niveau von zwei Prozent gelassen.

„Es ist eine Kombination aus den stärkeren Wirtschaftsdaten vor allem beim Konsum und dem schärferen Tonfall der EZB-Vertreter“, begründete Michael Penn von Merrill Lynch die Entscheidung seines Hauses, nun auf einen Zinsschritt im Februar zu tippen statt auf eine Erhöhung erst im Juni.

Im Mittel rechnen die befragten Analysten nun mit einem Zinsniveau von 2,25 Prozent Ende März 2006 und 2,5 Prozent drei Monate später.

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