Unter Beobachtung
SEC ermittelt bei Standford Financial

Das Finanzimperium von US-Milliardär Allan Stanford steht derzeit unter besonderer Beobachtung der US-Finanzaufsicht SEC. Hintergrund seien die über Jahre hinweg gezahlten überdurchschnittlich hohen Festgeldzinsen.

NEW YORK. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörden wollten sich dazu nicht äußern. Ein Stanford-Sprecher betonte, der Konzern arbeite in völliger Übereinstimmung mit den US-Aufsichtsregeln.

Die Ermittlungen ziehen derzeit vor allem wegen des im Dezember aufgeflogenen Schneeballsystems von Bernard Madoff große Aufmerksamkeit auf sich. Dieser hatte Kunden über Jahrzehnte gleichmäßig hohe Renditen aus den Neuanlagen gerade angeworbener Klienten gezahlt. Wegen der Finanzkrise brach das betrügerische, 50 Mrd. Dollar schwere System zusammen.

Die SEC untersucht offenbar, ob die von der Stanford Investment Bank (SIB) gezahlten überdurchschnittlich hohen Zinsen korrekt erwirtschaftet worden sind. Die SIB hat ihren Sitz auf der wegen ihrer Steuervorteile bei reichen Amerikanern beliebten Karibikinsel Antiqua. Seit 2001 hat sich das verwaltete Vermögen der SIB von einer Mrd. Dollar auf 8,5 Mrd. Dollar ausgeweitet. Einige Experten vermuten, bei den angeblichen Festgeldkonten könnte es sich illegalerweise viel mehr um verkappte Hedge-Fonds handeln. Allan Stanford wies in einem Brief an Kunden die Vorwürfe zurück und machte enttäuschte Ex-Mitarbeiter für die Spekulationen verantwortlich.

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