Unternehmen geben keine Stellungnahme ab
Übernahmespekulationen beflügeln MLP-Aktie

Übernahmegerüchte haben den Aktien des Finanzdienstleisters MLP am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Anteilsscheine legten um mehr als sieben Prozent zu und führten damit mit Abstand die Gewinnerliste im Nebenwerteindex MDax an.

HB FRANKFURT. Händler führten dies auf Gerüchte zurück, der französische Finanzkonzern Axa könne sich für MLP interessieren. „MLP steigt, weil das Gerücht umgeht, dass Axa MLP kaufen will“, sagte ein Händler. „Dass Axa sich irgendwo in Deutschland beteiligen will, ist ja schon länger bekannt“, fügt ein anderer Börsianer hinzu. MLP werde nun als Übernahmeziel gehandelt.

Reuters erfuhr jedoch aus Finanzkreisen, die Spekulationen entbehrten jeder Grundlage. Eine mit der Situation vertraute Person sagte: „Das ist ohne jegliche Basis.“ MLP lehnte einen Kommentar ab. Der Finanzdienstleister hatte in der Vergangenheit immer betont, seine Unabhängigkeit sei wichtiger Teil des Geschäftsmodells. Ein Sprecher von Axa Deutschland sagte, das Unternehmen gebe zu Marktgerüchten grundsätzlich keine Stellungnahme ab.

Axa-Chef Henri de Castries hatte der „Börsen-Zeitung“ (Mittwochausgabe) gesagt, er suche weitere Vertriebspartner in Deutschland. Die Zusammenarbeit mit der schwedischen Großbank SEB reiche nicht. „Ich hoffe, dass wir neue Partner finden werden.“ Es sei aber nicht sicher, dass es sich hier dann ebenfalls um exklusive Kooperationen handele. Zukäufen in Deutschland erteilte de Castries nach der Übernahme der Schweizer Winterthur und ihrer deutschen Tochter im vergangenen Jahr vorerst aber eine Absage.

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