Unternehmen im Fokus
Dax-Ausblick: Bilanzen senden Schockwellen

In der kommenden Woche geben Unternehmen den Ton an den Börsen an. Zahlreiche Dax-Unternehmen werden Einblick in ihre Bücher gewähren. Die Zahlen könnten für Turbulenzen an den Aktienmärkten sorgen, meinen Beobachter.

HB FRANKFURT. Die Bilanzsaison hierzulande wird in der neuen Woche volle Fahrt aufnehmen. Nach Ansicht von LBBW-Aktienstratege Michael Köhler könnte der Dax darauf mit heftigen Schwankungen reagieren. „Der Markt wird voraussichtlich hin- und hergerissen zwischen Erleichterung, wenn sich die Erwartungen erfüllen, und Abstürzen, wie bei den Gewinnwarnungen von Daimler und Münchener Rück“, betonte Köhler. Grundsätzlich geht er von einer Seitwärtsbewegung des Dax aus, die aber bei schlechten Nachrichten auch kippen könne.

Die Anleger werden also auch weiterhin starke Nerven brauchen. Nach einem Fall unter 6 000 Punkte vergangenen Mittwoch setzte der Leitindex zu einer rasanten Erholung an, die durch gut aufgenommene Zahlen von US-Großbanken ausgelöst wurden. Am Freitag sorgten zudem überraschend positive US-Konjunkturdaten für gute Stimmung. „Die Aufwärtskräfte scheinen jedoch bereits zu ermatten“, schreibt HSBC Trinkaus in ihrem Ausblick. Am Freitag Nachmittag peilte der Dax die Linie von 6 500 Punkten an, gab schließlich aber wieder nach.

Zwischenzeitlich schockten indes immer wieder Unternehmensnachrichten die Anleger. Nach der Gewinnwarnung von Daimler am Donnerstag beendete die Aktie den Handel mit einem Minus von knapp zehn Prozent. Am Freitag überraschte die Münchener Rück die Anleger mit der Aussage, das bisher kommunizierte Ergebnis nicht zu erzielen, was zu einem Kursabschlag von über zehn Prozent führte. Auch die Hannover Rückversicherungs AG meldete Bedenken an, in dem schwierigen Umfeld die Prognose zu erreichen. Die Meldung bescherte dem MDax-Wert ein zwischenzeitliches Minus von 15 Prozent.

Während die Automobilwerte seit Jahresbeginn auf der Verkaufsliste der Investoren standen, stellen die Aussagen der Rückversicherer eine handfeste Überraschung dar. Der Premiumhersteller Daimler leidet an der weltweiten Konsumzurückhaltung sowie steigenden Benzinpreisen. Die Rückversicherer bestanden die Kreditkrise bisher nahezu unbeschadet, die stürmischen Zeiten stehen mit Beginn der Wirbelsturm-Saison noch bevor.

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