Unternehmen veranstaltet am Mittwoch Analystenkonferenz
Tui-Titel weiter im Aufwind

Die Übernahmespekulationen beim Tourismuskonzern Tui reißen nicht ab.

HB FRANKFURT. Außerdem hofften einige Anleger, es könnte im Zusammenhang mit der Aufsichtsratssitzung des Konzerns am Montag neue, positive Nachrichten zum Geschäftsverlauf des Reisekonzerns geben. Am Mittwoch hält Europas größter Reiseveranstalter eine Analystenkonferenz ab.

Die Tui-Papiere verteuerten sich am Montag bei starken Umsätzen um rund drei Prozent, seit Mitte August haben die Papiere fast 30 Prozent an Wert gewonnen. Der Tui-Aufsichtsrat berät an diesem Montag auf der Mittelmeerinsel Mallorca unter anderem über Sparpläne. Nach Reuters-Informationen soll das Gremium auch über den Verkauf der britischen Handelstochter AMC beschließen. Ob sich Tui zu den Spekulationen über Übernahme äußert, gilt als völlig offen.

„Es gibt eine Reihe von Dingen, die bei Tui diskutiert werden“, sagte ein Händler. So setzten einige auf Abwehrmaßnahmen des Unternehmens gegen eine viel diskutierte Übernahme. Seit Wochen wird spekuliert, der Ex-Tchibo-Aktionär Günter Herz könnten der WestLB den zum Verkauf anstehenden Tui-Anteil abkaufen und die ganze Firma übernehmen.

„Offenbar spielen einige Anleger immer noch die Übernahmegeschichte, trotz des Dementis“, sagte ein Frankfurter Händler. Schließlich habe die WestLB zuletzt erneut bekräftigt, sich mittelfristig von ihren 31 Prozent an Tui trennen zu wollen. Wer diesen Anteil kauft, ist nach deutschem Recht grundsätzlich verplichtet, den übrigen Aktionären ein Übernahmenangebot zu unterbreiten.

„Außerdem gibt es Spekulationen, es könnte etwas Neues zum Geschäftsverlauf und den Sommerbuchungen geben. Schließlich gibt es auch eine Analystenkonferenz“, sagte ein anderer Händler. Die gesamte Reisebranche leidet unter einer Flaute, die durch Sorgen vor Anschlägen, den Irakkrieg und die eine Zeit lang in Asien grassierende gefährliche Lungenkrankheit SARS ausgelöst wurde. Zuletzt hatten steigende Passagierzahlen beim Flughafenbetreiber Fraport Hoffnung auf eine Verbesserung der Buchungszahlen auch bei den Reiseveranstaltern geweckt.

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