Unternehmensnachrichten im Blick
Dax-Ausblick: Verschnaufen ist angesagt

Der Dax dürfte in der kommenden Woche eine Verschnaufpause einlegen, sind sich viele Aktienstrategen einig. Die Kurse hatten ja auch ein Niveau erreicht wie zuletzt im Sommer des Boomjahres 2000. Nun richtet sich der Blick wieder auf Unternehmensnachrichten, und die könnten ernüchternd ausfallen, meinen Beobachter.

HB DÜSSELDORF. Mit der Euphorie am deutschen Aktienmarkt ist es wohl erst einmal vorbei. Börsianer dürften sich nun auf die Berichtssaison in den USA konzentrieren. Den Prognosen zufolge sind dabei nur noch gedämpfte Gewinnsteigerungen zu erwarten. „Der Fokus des Marktes wird auf den Quartalszahlen liegen“, sagt Marktstratege Kai Stefani von Allianz Global Investors (AGI). „Und die passende Überschrift für den Aktienmarkt könnte wohl lauten: Anhaltende Ernüchterung.“

In der zu Ende gehenden Woche hat der Dax knapp ein Prozent auf zuletzt um 7 170 Punkte zugelegt. Getrieben von Spekulationen auf Übernahmen hatte der Leitindex Mitte der Woche sogar kurz die Marke von 7 200 Punkten überstiegen – damit war er so hoch wie seit dem Sommer des Boomjahres 2000 nicht mehr. Auch die jüngste Entwicklung am Devisen- und Rohstoffmarkt wird nach Einschätzung von Experten die Kauflust der Investoren in den nächsten Tagen im Schach halten. „Der Euro ist auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen, da kommt bestimmt bald wieder jemand, der den Zeigefinger hebt und auf die Nachteile für die deutschen Exporteure verweist“, merkt Aktienstratege Michael Köhler von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) an. „Der Ölpreis ist auch wieder auf sehr hohem Niveau, und das heizt die zuletzt wieder aufgekochten Inflationsängste zusätzlich an.“

Getrieben von Spekulationen auf weitere Zinserhöhungen in der Euro-Zone hat der Euro nach dem jüngsten EZB-Zinsentscheid die Marke von 1,35 Dollar überwunden und ist damit nur noch rund anderthalb Cent von seinem Rekordhoch von 1,3667 Dollar von Ende 2004 entfernt. Der Ölpreis hat vor allem wegen der unsicheren Versorgungslage zuletzt deutlich angezogen, leichtes US-Rohöl kostet inzwischen wieder knapp 65 Dollar pro Fass. Der Irak-Krieg, der Konflikt um das Atomprogramm des Iran und die angespannte Sicherheitslage in Nigeria wirken sich aus.

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