US-Börse
US-Anlegern droht Verwässerung ihrer Anteile

Zum ersten Mal seit 2004 nimmt die absolute Zahl amerikanischer Stammaktien wieder zu. Doch die Flut neuer Aktien senkt die ohnehin schrumpfende Gewinnbeteiligung. Die Gewinnaussichten könnten bald nicht mehr hoch genug sein, um den Aktienkauf rentabel zu machen, glauben Experten.

NEW YORK. Erstmals seit fünf Jahren nimmt die absolute Zahl amerikanischer Stammaktien wieder zu. Doch die Rekordzahl von Kapitalerhöhungen bei gleichzeitigen Dividendenkürzungen kann mittlerweile die Unternehmensgewinne verwässern. Mehr als 150 Unternehmen hatten alleine in diesem Quartal neue Aktien im Wert von 82,2 Mrd. Dollar ausgegeben - mehr als zur Zeit der Internet-Blase des Jahres 2000. Die Aktienrendite kann das zusammen mit den kräftig sinkenden Dividenden rechnerisch um bis zu 4,1 Prozent drücken.

Die Unternehmen wollen mit der Ausgabe neuer Aktien den steilen Erholungstrend der Aktienmärkte seit März nutzen. Sie tun das ungeachtet der sinkenden Gewinne, die im Zuge der schwersten Rezession seit mindestens 50 Jahren mittlerweile im siebten Folgequartal nachgegeben haben. Ein Sonderfall sind Banken, die vom Staat zur Verbesserung ihrer Kapitalbasis aufgefordert wurden.

Diese Flut neuer Aktien senkt für die Aktionäre den Anteil an den ohnehin schrumpfenden Gewinnen - was nach Ansicht von Lyxor Asset Management dazu führen kann, dass die Gewinnaussichten nicht mehr hoch genug sind, um den Aktienkauf rentabel zu machen.

Ein um 4,1 Prozent niedrigerer Gesamtertrag für den S&P 500 entspricht zwar nur weniger als einem Drittel des jährlichen Aufschlags zwischen den Jahren 1982 bis 2007. Deutlich markanter ist die Minderung allerdings angesichts der schweren Kursverluste.

Quelle: Bloomberg

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