US-Börsen
Anleger handeln wie wild

An jedem Handelstag im Juni wurden rund sieben Milliarden Aktien gehandelt. Damit ist Juni der geschäftigste Monat seit Mai 2012. Dass Börsianer so viel handeln, geschieht nicht ohne Grund.
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New YorkAn den Börsen in den USA hat sich der Juni als bislang geschäftigster Monat des Jahres erwiesen. Am heutigen letzten Werktag des Monats dürfte das Handelsvolumen noch einmal kräftig ansteigen. Der Indexanbieter Russell Investments schließt an diesem Freitag die jährliche Neubesetzung seiner Indizes ab, was den Aktienhandel erfahrungsgemäß antreibt.

Wie die Grafik des Tages zeigt, war der Juni schon vor dem Freitag der stärkste Handelsmonat seit Mai 2012. An jedem Handelstag im Juni wurden rund sieben Milliarden Aktien gehandelt, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Als im letzten Jahr die Neubesetzung der Russell-Indizes am 22. Juni stattfand, machte das Handelsvolumen einen Sprung auf 9,73 Milliarden Stück gehandelter Aktien. Es war der aktivste Handelstag des Jahres.

Allein die Änderungen in den Russell-Indizes werden für ein Nettohandelsaufkommen von etwa 42 Milliarden Dollar sorgen, vermuten die Analystinnen Melissa Roberts und Kelly Motta in einer aktuellen Markteinschätzung. Die Indexrevision biete attraktive Einstiegs- wie auch Ausstiegschancen. Ein Großteil der Aktivität werde sich auf die letzten Handelsminuten am Freitag konzentrieren.

Indexanbieter Russell berechnet unter anderem die besonders breiten Aktienindizes Russell 1000 und Russell 2000, die als Benchmark für 4,1 Billionen angelegtes Kapital in den USA fungieren, wie aus der Webseite des Unternehmens mit Sitz in Seattle im Bundesstaat Washington hervorgeht.

Russell zählt zum Besitz des Versicherers Northwestern Mutual Life Insurance und tauscht auf jährlicher Basis Aktien in ihren Indizes aus. Dabei werden Kriterien wie Bewertung, historisches Umsatzwachstum und Gewinnerwartungen herangezogen.

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