US-Börsen-Ausblick
Wall Street im Bann der Konjunktur

Die US-Anleger blicken in der kommenden Woche gespannt auf die neusten Daten vom US-Arbeitsmarkt. Von ihnen erhoffen sich die Börsianer eine Bestätigung der jüngst verzeichneten Stabilisierung der US-Wirtschaft. Doch viele sind skeptisch.

HB NEW YORK. Daten vom Arbeitsmarkt und aus der Industrie geben Aufschluss über die Lage der größten Volkswirtschaft. Viele Anleger haben die Sorge, dass ihre Erholung noch auf schwachen Beinen steht. "Wir befinden uns gerade auf einem Zuckerhoch und früher oder später werden dem Markt die Süßigkeiten ausgehen", sagt Michael Kane von Hedgeable und geht davon aus, dass dieser Punkt am Freitag mit den Arbeitslosenzahlen für August erreicht wird.

Laut einer Reuters-Umfrage erwarten die Experten zwar eine leichte Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote dürfte jedoch erneut zulegen, und zwar um 0,1 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent. Demnach könnten im August ohne die Landwirtschaft 225 000 Jobs weggefallen sein. Im Juli waren es noch 247 000.

Die Börse wartet diesmal jedoch vor allem auf Zahl der Langzeitarbeitslosen. Wenn sie nicht deutlich unter die Fünf-Millionen-Marke des Juli zurückgehe, werde sich der Markt kaum positiv entwickeln, sagte Kane. Arbeitslosenzahlen spiegeln eine wirtschaftliche Entwicklung zwar grundsätzlich mit Verzögerung wider. Da die US-Wirtschaft aber zu zwei Dritteln vom Konsum abhängt, belastet eine hohe Erwerbslosenquote auch die aktuelle Entwicklung enorm.

Zudem könnte am Markt der ISM-Einkaufsmanagerindex am Dienstag für Furore sorgen. Liege dieser über 50 Punkten und weise damit eine Expansion der Industrie aus, werde die Börse dies honorieren, erklärt John Praveen von Prudential International Investments Advisers. Am selben Tag geben zudem Absatzzahlen Auskunft über die Lage der Autobranche und ein Index zu den anstehenden Hausverkäufen Hinweise zur Erholung des Immobilienmarkts, der von der Finanzkrise besonders hart gebeutelt wurde.

Zum Ende der Berichtssaison präsentieren nur noch wenige im S&P-500 notierte Unternehmen ihre Quartalszahlen. Seit dem 1. Juli ist der breit aufgestellte Index um 11,5 Prozent gestiegen. Mit weiteren Zuwächsen wird allerdings nicht gerechnet. Der Dow-Jones-Index der Standartwerte ging am Freitag mit einem Minus von 0,4 Prozent auf 9544 Punkte aus dem Handel. Der S&P-500 verringerte sich um 0,2 Prozent auf 1028 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq beendete den Handel dagegen 0,1 Prozent im Plus bei 2028 Punkten. In Frankfurt legte der Leitindex Dax um 0,9 Prozent auf 5517 Punkte zu.

Im Wochenvergleich stieg der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent. Beim S&P-500-Index ergab sich ein Zuwachs von 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Index erhöhte sich im Wochenverlauf um 0,4 Prozent.

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