US-Leitzins: Markt spekuliert auf schnelle Zinssenkung

US-Leitzins
Markt spekuliert auf schnelle Zinssenkung

An den Finanzmärkten wird über eine vorgezogene US-Zinssenkung noch am Freitag spekuliert. Fed-Chairman Ben Bernanke hatte am Vortag einmal mehr die Bereitschaft der US-Notenbank signalisiert, der angeschlagenen US-Wirtschaft „substanziell“ unter die Arme zu greifen. Eine Zinssenkung könnte die Aktienkurse zumindest kurzfristig nach oben treiben.

FRANKFURT. Am Markt hält sich hartnäckig die Erwartung, dass die US-Notenbank schon vor ihrer nächsten turnusmäßigen Zinsentscheidung am 30. Januar eine außerordentliche Zinssenkung per Telefonkonferenz beschließen könnte, um die Wirtschaft vor einer Rezession zu bewahren.

„Möglicherweise gibt es noch vor dem Wochenende einen Emergency Rate Cut“, sagte ein Händler in Frankfurt. Fest eingepreist wäre eine Senkung um 50 Basispunkte, positiv aufgenommen ein Schritt um 75 Basispunkte. Der deutsche Leitindex » Dax legte bis zum späten Mittag rund ein Prozent zu. Auch die asiatischen Börsen hatten von einer solchen Spekulation profitiert und bereits gesehene Verluste wieder ausgeglichen und ins Plus gedreht.

Aus den Kursen von Zinstermingeschäften errechnet sich der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge eine Wahrscheinlichkeit von knapp 50 Prozent, dass der Leitzins bis einschließlich 30. Januar um mindestens 0,75 Prozentpunkte auf 3,50 Prozent oder darunter sinkt.

Da die Notenbank praktisch nie um mehr als einen halben Punkt auf einmal senkt, impliziert dies die Erwartung, dass es schon vor dem 30. Januar eine erste Zinssenkungsrate gibt.

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