US-Technologiebörse: Nasdaq führt Notbremse ein

US-Technologiebörse
Nasdaq führt Notbremse ein

Mit einer Notbremse reagiert die US-Technologiebörse Nasdaq auf Handelspannen. Per Email werden Nasdaq-Kunden zukünftig bei Höchstgrenzen für geplante Geschäfte gewarnt. In Deutschland existiert diese Funktion bereits.
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New YorkDie US-Börse Nasdaq will Handelspannen verhindern, bei denen falsch eingegebene Aufträge zu Chaos an den Märkten oder zum Ruin von Aktienhändlern führen können. Zum 01. März führt die Nasdaq eine Notbremse ein, mit der ein bestimmtes Geschäft bei Erreichen einer vorher festgesetzten Grenze gestoppt wird. Prominentes Opfer einer solchen Panne war im Sommer 2012 der US-Aktienhändler Knight Capital, dessen Computer-Systeme unbeabsichtigt den Markt mit Aufträgen fluteten. Knight entstand ein Schaden von 461 Millionen Dollar und stand kurz vor dem Kollaps. Mehrere Investoren retteten das Unternehmen, das später verkauft wurde.

Künftig können Nasdaq-Kunden eine Software nutzen, bei der sie Höchstgrenzen für geplante Geschäfte festsetzen können. Das Nasdaq-System schickt dann an den Händler eine Warn-Email bei einer Annäherung an die Grenze und blockiert den Handel bei einer Überschreitung. Noch offene Aufträge werden storniert. Will der Händler das Geschäft weiterführen, muss er die Nasdaq kontaktieren und die Umstände erklären.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte die US-Börsen im September 2013 zu solchen Notbremsen verpflichtet, um den Handel für Pannen weniger anfällig zu machen. Fehler sollen so nicht auf den gesamten Markt übergreifen. Auslöser war unter anderem ein Vorfall an der Nasdaq im August 2013, als ein Software-Fehler die Technologie-Börse für drei Stunden lahmlegte.

Die Deutsche Börse hatte 2013 erklärt, bei ihr gebe es mit der Funktion „Market Halt“ bereits die Möglichkeit, alle eingehenden Order in kürzester Zeit zu stoppen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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