US-Wahl
Die Aktien des Präsidenten

Obama oder McCain, McCain oder Obama. Die ganze Welt fiebert dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl entgegen – auch die Börse. Anleger fragen sich, welcher der beiden Kandidaten wohl der bessere Börsen-Präsident ist. Einer Studie der Helaba zufolge ist zumindest eines gewiss: Wahlkampfspenden lohnen sich – auch für die Aktionäre!

FRANKFURT. Die Börsen hoffen auf einen Sieg Barack Obamas. In Europa und den USA klettern seit Tagen die großen Indizes. Den Demokraten wird im Allgemeinen eine größere Wirtschaftskompetenz nachgesagt als den Republikanern. Die Geschichte bestätigt das. In der Vergangenheit schnitten die US-Börsen unter einem Elefanten schlechter ab als bei den Eseln – der Elefant ist das Wappentier der Republikaner, der Esel das der Demokraten.

Von 1928 bis heute waren gleich drei Amtsperioden dabei, in denen die Kurse an der Wall Street per Saldo bröckelten. Die wichtigsten Männer der Welt hießen Hoover, Nixon und Bush jun. – allesamt eingefleischte Republikaner. Unter demokratischen Präsidenten gab es lediglich eine schwache Vierjahresphase.

Allerdings hatten die Republikaner auch Pech: In Herbert Hoovers Amtszeit fiel die große Depression, Richard Nixon musste sich mit dem Vietnam-Krieg sowie mehreren Ölpreisschocks herumärgern und Georg Bush jun. hatte seinen Job als mächtigster Mann der Welt kaum angetreten, da platzte die DotCom-Blase. Es führt daher zu weit, die beobachteten Unterschiede allein mit der Parteizugehörigkeit zu erklären.

Umgekehrt haben die Demokraten häufig von der günstigen Weltwirtschaft profitiert, ohne dass ein eigenes Konzept dahinter stand. Harry Truman etwa kam der Aufschwung der Nachkriegsjahre sehr gelegen. Und Bill Clinton hatte Glück, dass der Eiserne Vorhang fiel.

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