US-Zinsentscheid und Banken-Berichte Dax-Ausblick: Im Westen viel Neues

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Die Schau stehlen könnten der Federal Reserve aber die großen US-Investmentbanken. "Die US-Broker werden in der kommenden Woche im Fokus stehen", prognostiziert die Bank UBS in einem Marktausblick. Am Dienstag legen Goldman Sachs und Lehman Brothers ihre Zahlen für das erste Quartal vor, nur wenige Stunden vor der Zinsentscheidung der Fed. Am Mittwoch folgt Bear Stearns, am Donnerstag Morgan Stanley. Die Berichte sollen neuen Aufschluss zum Ausmaß der US-Hypothekenkrise bringen.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte zuletzt mit ihrer Einschätzung, wonach für die Großbanken ein Ende der Abschreibungen in Sicht ist, für eine gewisse Erleichterung gesorgt. Analysten gehen nun allerdings davon aus, dass die Institute ihre Gewinnerwartungen im Jahresverlauf deutlich nach unten revidieren werden. "Selbst wenn die Banken positiv überraschen, sehe ich nur kurzfristig Erholungspotenzial. Der Vertrauensverlust ist einfach zu groß", sagt LBBW -Experte Köhler.

Sollten die zu erwartenden Wertberichtigungen die Markterwartungen nicht überbieten, könnten die Investoren mit einer Erleichterungs-Rally reagieren. Im umgekehrten Fall dürften Anleger dagegen nochmals kräftig an der Reißleine ziehen, wie sie es zum Wochenschluss in Folge der Nachrichten um Bear Stearns bereits taten.

Termine in Deutschland

In Deutschland veröffentlichen in der kommenden Woche ebenfalls mehrere Schwergewichte Geschäftszahlen. Die Ausblicke dürften angesichts des Umfelds - Kreditklemme, Euro und Ölpreis auf Rekordniveau, Konjunkturabschwächung - verhalten ausfallen. Weiter im Fokus wird der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui stehen. In den vergangenen Tagen hatten sich Hinweise auf eine von Großaktionären geforderte Ausgliederung der Schifffahrtssparte verdichtet. Zuletzt berichtete die Agentur Reuters unter Berufung auf "Kreise", dass Konzernchef Michael Frenzel eigene Vorschläge zur Zukunft von Hapag -Lloyd vorlegen will. Am Montag tagt der Tui -Aufsichtsrat.

Am Dienstag berichtet der Handelskonzern Metro über die Geschäftsentwicklung 2007. Analysten erwarten im Schnitt einen operativen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro. Auch Linde veröffentlicht in der kommenden Woche Geschäftszahlen.

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