Verdacht auf Kursmanipulation
Finanzaufsicht prüft Aktienhandel nach EdF RWE-Meldung

Die durch einen Radiobericht ausgelösten Spekulationen um angebliche Pläne des französischen Energieriesen EdF zur Übernahme von RWE haben ein Nachspiel bei der deutschen Finanzaufsicht.

HB DÜSSELDORF. Die Behörde werde sich den Aktienhandel im Zusammenhang mit den Spekulationen anschauen, sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Montag.

Sollte es Anhaltspunkte für Marktmanipulationen oder Insiderhandel geben, werde die BaFin eine formelle Untersuchung einleiten. RWE hat den Verdacht geäußert, dass die Meldung gezielt gestreut worden ist, um den Kurs des Versorgers zu manipulieren.

Der Südwestrundfunk (SWR) hatte am Freitagmorgen vor Börsenbeginn berichtet, EdF wolle den zweitgrößten deutschen Versorger übernehmen. Der RWE-Kurs schoss daraufhin nach Handelsbeginn um fast sieben Prozent in die Höhe. In der Meldung hatte es geheißen, EdF habe wegen der Pläne bereits Kontakt mit dem Bundeskanzleramt aufgenommen. Sowohl die Bundesregierung als auch EdF wiesen dies zurück.

Der französische Konzern ließ jedoch offen, ob er grundsätzlich an RWE interessiert sei. RWE hat erklärt, keine Anzeichen für eine geplante Übernahme durch EdF zu haben. Der Konzern will den Vorfall aber nicht auf sich beruhen lassen. Ein RWE-Sprecher kündigte am Montag an, dass das Unternehmen die Arbeit der BaFin mit eigenen Daten unterstützen wolle. Nähere Einzelheiten zu dem Verdacht einer Manipulation wollte RWE nicht nennen. Vom Südwestrundfunk war am Montag zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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