Versehentliche Kaufaufträge
Peinliche Börsenpanne bei Goldman Sachs

Durch einen Computerfehler hat die US-Investmentbank Goldman Sachs eine große Menge von Aktiengeschäften getätigt. Insider sprechen von einem möglichen Millionenschaden. Die Bank selbst zeigt sich gelassen.
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New York/ChicagoNeue Handelspanne an den US-Börsen - dieses Mal trifft es die größte Investmentbank Goldman Sachs. Das Institut hat wegen technischer Probleme versehentlich eine Flut an Geschäften mit Aktienoptionen getätigt und damit den Markt kurzzeitig in Aufruhr versetzt. Die Aufträge wurden laut Börsen-Betreibern am Dienstag bereits kurz nach Handelseröffnung abgegeben. Goldman Sachs erklärte lediglich, dem Unternehmen drohe dadurch kein großer Verlust.

Immer wieder wird der Handel mit Optionen oder anderen Derivaten von technischen Pannen oder Manipulationsskandalen getroffen. Nicht selten entstehen dabei hohe Verluste für die betroffenen Geldhäuser und andere Anleger.

Betroffen waren dieses Mal Optionen auf Aktien, deren Börsensymbole mit den Buchstaben H bis L beginnen. Die Marktplatz-Betreiber wie CBOE, Nasdaq OMX und Nyse Euronext teilten mit, die Deals würden nun genau unter die Lupe genommen. Die Betreiber haben die Möglichkeit, Preise nachträglich anzupassen oder Geschäfte rückgängig zu machen, wenn diese versehentlich zustande gekommen sind. Die Nyse-Tochter Amex Options betonte, die meisten Geschäfte würden wohl ersatzlos gestrichen.

Eine mit dem Vorgang vertraute Person, die nicht namentlich genannt werden wollte, führte die fehlerhaften Aufträge auf einen Computerfehler zurück. Dieser habe dazu geführt, dass bloße Interessensbekundungen irrtümlich als Orders an die Handelsplätze versandt worden seien. Möglicherweise drohe Goldman Sachs ein Verlust in Millionenhöhe. Noch sei jedoch völlig unklar, wie viele Geschäfte überhaupt betroffen seien. Branchenexperten zufolge handelte es sich unter anderem um Optionen auf Aktien von Großkonzernen wie Johnson and Johnson, JPMorgan Chase und Kellogg.

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Die Computer übernehmen immer mehr die Macht

Kommentare zu " Versehentliche Kaufaufträge: Peinliche Börsenpanne bei Goldman Sachs"

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  • Hi, Hi, Ho, Ho, Ha, Ha ...Eine fehlgeschlagene Marktmanipulation ... verkauft als Systemfehler ?????
    Goldmänner, ihr seid nicht immer die Klügsten aber schon die größten Schurken !!!!

  • rixfw Die üblichen Verdächtigen

    Es ist wie beim Metzger : Beim Goldmann Sachse und JP Guten Morgen darf es bei so vielen Leerverkäufen ruhig auch mal etwas mehr sein ,ob nun 1000 mal nichts verkauft wird oder 2000 mal ,es macht doch keinen Unterschied 1000x Null oder 2000 mal Null ist Null und außerdem: Minus mal Minus ist Plus und nur darauf kommt es an !
    Immer weiter so , die Kumpane bei der FED werdens schon wieder richten !

  • Bei jeder Meldung seitens dieser Institute muss man sehr vorsichtig sein. Goldman Sachs und Co sind großartige Manipulatoren. Sie setzen Gerüchte in die Welt bei z.B. gleichzeitigen Leerverkäufen und Wetten auf fallende Kurse um die Märkte in die eine oder andere Richtung zu bewegen. Stolpern können sie eigentlich nur über Player ihrer gleichen Größenordnung.

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