Viele Verdachtsfälle
Insiderhandel blüht

Am Londoner Kapitalmarkt häufen sich die Verdachtsfälle wegen Insiderhandels. Die britische Finanzaufsicht FSA veröffentlichte Daten, die zeigen, dass bei vielen Übernahmen illegale Insiderinformationen vermutet wurden.

mm LONDON. Der Londoner Kapitalmarkt ist ein beliebter Tatort für Insidervergehen. Gestern veröffentlichte Daten der britischen Finanzaufsicht FSA zeigen, dass im Jahr 2005 bei fast jeder vierten Übernahme der Verdacht auf Insiderhandel bestand.

Das Ergebnis ist Teil einer umfassenden Untersuchung, die die FSA für die Jahre 2004 und 2005 gestartet hat. 2005 lag der Prozentsatz der Übernahmen, bei denen die FSA von Insidervergehen ausgeht, bei 23,7 Prozent und damit fast genauso hoch wie im Jahr 2000, als in Großbritannien schärfere Regeln gegen Insidervergehen eingeführt wurden. Im Jahr 2004 beobachteten die Aufseher sogar in 32,4 Prozent aller Fälle verdächtige Kursbewegungen an den Tagen vor der Ankündigung von Fusionen und Übernahmen (M&A). „Die Zahlen bewegen sich zwar in die richtige Richtung, aber wir werden unsere Wachsamkeit weiter verschärfen“, betonte Sally Dewar, Chefin der Marktüberwachung der FSA.

Die prozentuale Analyse der Insidervergehen verzerrt allerdings das Bild, weil der M&A-Boom der vergangenen zwei Jahre dazu führte, dass es im Jahr 2005 deutlich mehr Übernahmen gab als 2004.

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