Vier Fragen an Christoph Riniker
„Erholung in der zweiten Jahreshälfte “

Wie geht es an den Börsen weiter? Helfen die Hilfspakete wirklich? Und welche Aktien sollten sich Anleger jetzt genauer anschauen. Anlagestratege Christoph Riniker von Julius Bär steht Rede und Antwort.

Handelsblatt: Zuletzt sind die Börsen wieder abgestürzt. Wie geht es weiter?

Riniker: Wir befinden uns nach wie vor in einer volatilen Phase und dürften in den kommenden Wochen durchaus nochmals tiefere Kurse sehen. Wir gehen jedoch davon aus, dass es in der zweiten Jahreshälfte zu einer positiven Entwicklung am Aktienmarkt kommen wird.

Helfen die politischen Maßnahmen, die Märkte dauerhaft zu stabilisieren?

Kurzfristig besteht noch eine gewisse Skepsis, da noch viele Punkte offen sind. Dem muss mit zusätzlichen Präzisierungen seitens der Politik begegnet werden. Die Auswirkungen der Hilfspakete werden nur mittelfristig spürbar sein. Für eine Erholung müssen sich die Kreditkonditionen um einiges verbessern.

Auf welche Branchen sollten Anleger jetzt setzen - und warum?

Kurzfristig, bis etwa zur Jahresmitte, zahlt sich eine defensive Strategie weiterhin aus; attraktiv erscheinen die Branchen Gesundheit, nicht-zyklische Konsumgüter und Energie. In der zweiten Jahreshälfte sollten jedoch die zyklischen Sektoren wieder verstärkt beobachtet werden.

Welche Regionen sind für Investoren derzeit interessant?

Noch sind wir in der Schweiz und ausgewählten Schwellenländern stark engagiert, während die Euro-Zone und Großbritannien leicht untergewichtet werden. Mit einer Änderung der Sektorallokation dürften sich die regionalen Schwerpunkte aber verschieben.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter
Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen
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