Vier Fragen an Hans-Jürgen Delp
„Die große Panik ist vorbei“

Wie geht es an den Börsen weiter? Helfen die Hilfspakete wirklich? Und welche Aktien sollten sich Anleger jetzt genauer anschauen. Anlagestratege Hans-Jürgen Delp von der Commerzbank steht Rede und Antwort.

Handelsblatt: Zuletzt sind die Börsen wieder abgestürzt. Wie geht es weiter?

Delp: Das Umfeld ist mit extrem schlechten realwirtschaftlichen Daten und schlechten Unternehmenszahlen zu schwach; hinzu kommt die Unsicherheit über Bankenrettungspläne und Konjunkturpakete. Immerhin scheint die große Panik der Vormonate aus dem Markt zu sein.

Helfen die politischen Maßnahmen, die Märkte dauerhaft zu stabilisieren?

Solange die iTraxx-Indizes, die die Kreditsicherungskosten abbilden, auf dem aktuellen Niveau verharren, kehrt das Vertrauen nicht zurück. Das braucht Zeit und Geduld. Aber die nationalen und supranationalen Rettungsmaßnahmen werden zu einer Entspannung führen.

Auf welche Branchen sollten Anleger jetzt setzen - und warum?

In der aktuellen Situation bleiben wir defensiv orientiert bei Versorgern, Pharma und Telekommunikation, da hier die stabilsten Gewinne vorliegen. Diese Ausrichtung sollte aber nur kurzfristig gelten. Langfristig sollte man die Situation nutzen und in ausgewählte Aktien von Rohstoff-Unternehmen investieren.

Welche Regionen sind für Investoren derzeit interessant?

Wir setzen auf die USA, nachdem wir dort lange Zeit eher vorsichtig waren. Für Emerging Markets gilt dasselbe wie für Rohstoffe.

Jörg Hackhausen
Jörg Hackhausen
Handelsblatt Online / Reporter
Christian Panster
Christian Panster
Handelsblatt Online / Ressortleiter Finanzen
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